https://www.faz.net/-gqe-9q7pg

Trends der Gaming-Szene : Was Fans auf der Gamescom erwartet

Die kulturelle Seite des Gaming: Cosplayer posieren als „Darksiders“-Figuren Bild: Stefan Finger

Die weltgrößte Gamesmesse beginnt am Montagabend – zum ersten Mal mit einer großen „Opening Night“. Vor allem zwei Trends werden die Messe dieses Jahr prägen – und eine Sache fehlt.

          Köln rückt in diesen Tagen mal wieder für eine Woche in den Mittelpunkt der internationalen Videospielwelt. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir Games“ beginnt die diesjährige Gamescom. Auch wenn die E3 in Los Angeles an Neuankündigungen bedeutender ist, ist die Gamescom nach Besuchern ist die größte Videospielmesse der Welt. 370.000 von ihnen kamen im vergangenen Jahr, dieses Jahr könnten es noch mehr werden.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Neu in diesem Jahr ist, dass die Messe schon am Montag beginnt. Mit der „Gamescom Opening Night“ ziehen die Veranstalter die Eröffnung um einen Tag vor. Die Show, zu der mehr als 1000 Besucher erwartet werden, wird ab 20.00 Uhr live gestreamt und kann hier angesehen werden. Insbesondere Gamer in den Vereinigten Staaten wollen die Veranstalter damit erreichen – dort ist dann noch heller Tag und man kann es sich mit Popcorn auf der Terrasse gemütlich machen.

          Mehr als 15 Publisher haben mehrere Weltpremieren und andere Ankündigungen in Aussicht gestellt, unter anderem Activision, Electronic Arts (EA), Epic Games und Ubisoft – aber ebenso der mit viel Pomp und Startkapital gestartete Cloudgaming-Pionier Google Stadia. Der Google-Ableger will zudem schon um 19.00 Uhr einen eigenen Webcast veranstalten, die sogenannte „Stadia Connect“. Auch dort sollen neue Spiele angekündigt werden. Der Stream ist hier über Youtube abrufbar. Auf FAZ.NET und in unserer FAZ-Digitec-App halten wir Sie natürlich über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

          Bislang kein Headliner absehbar

          Die Beteiligten schweigen bislang dazu, was genau zu erwarten ist. Insofern wird es interessant, was auf die Bühne kommt, denn mit den von den Veranstaltern angekündigten Themen Cloudgaming und Indie-Entwickler ist die Gamescom zwar wiederum ein zuverlässiges Trendbarometer der Szene – ein wirklicher „Headliner“, also ein von zahlreichen Fans erwartetes Spiel, das zum ersten Mal gespielt werden kann, fehlt der Messe in diesem Jahr bislang.

          Verkehrs- und Digitalminister Andreas Scheuer und Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (beide CSU) werden die Messe am Dienstagmorgen dann offiziell eröffnen, mit ihnen werden Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (FDP) und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) auf der Bühne stehen.

          Bringt Scheuer 50 Millionen Euro mit?

          Das spannendste Thema im politischen Teil der Messe dürfte die staatliche Förderung der deutschen Videospielindustrie werden. Nachdem die deutschen Entwickler in diesem Jahr zum ersten Mal 50 Millionen Euro Förderung erhielten, fehlen die Mittel dafür im kommenden Bundeshaushalt wieder. Mit Spannung wird erwartet, ob Scheuer als zuständiger Minister die Zusage zu abermaligem Staatsgeld mitbringt. Denn der deutsche Videospielmarkt wächst, zuletzt auf 4,4 Milliarden Euro Jahresumsatz. Deutsche Entwickler verlieren aber Jahr für Jahr Marktanteile.

          „Wenn Herr Scheuer die Gamescom eröffnet, erhoffen wir uns natürlich auch von ihm klare Aussagen dazu, wie eine langfristige Planungssicherheit in der Games-Entwicklung erreicht werden soll“, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des die Gamescom veranstaltenden Verbands der deutschen Videospielbranche „Game“, unlängst der F.A.Z.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klopp beim FC Liverpool : Kurz vor der Königsweihe

          Jürgen Klopp hat mit Liverpool die Champions League gewonnen, die Fans aber sehnen seit beinahe dreißig Jahren die Meisterschaft herbei. Sie wollen nicht mehr warten.

          Zukunftsforscher : „Es wird auf jeden Fall keine zweite Greta geben“

          Greta Thunberg gilt als das Gesicht schlechthin, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Zukunftsforscher Matthias Horx erklärt, was die Sechzehnjährige mit Winston Churchill, Albert Einstein und Bob Marley gemeinsam hat.
          Die Botschaft der Demonstrantin vor dem Supreme Court ist klar: „Kein Parlament, keine Stimme!“

          Großbritannien : Supreme Court verhandelt über Parlamentspause

          In der Verhandlung über die Zwangspause des Parlaments hagelt es Kritik am britischen Premierminister. Der Anwalt der Hauptbeschwerdeführerin wirft Boris Johnson vor, Verfassungsgrundsätze auf den Kopf zu stellen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.