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Laden in 17 Minuten : Volkswagen will mit mobilen Ladesäulen E-Autos laden

  • Aktualisiert am

Hinter dem VW-Logo verbirgt sich immer häufiger eine Steckdose. Bild: dpa

Ohne ein gutes Ladenetz setzen sich E-Autos nicht durch. Volkswagen hat dafür jetzt eine mobile Ladesäule vorgestellt, die E-Autos schneller laden soll. Derweil tauscht VW immer mehr Führungskräfte aus.

          Volkswagen will mit mobilen Ladesäulen die Lade-Infrastruktur für E-Autos verbessern. Die Säulen sollen auf öffentlichen Parkplätzen oder Unternehmensgeländen aufgestellt werden – das Laden dauere durchschnittlich 17 Minuten, teilte die VW-Konzernsparte der Komponentenwerke mit. Für ein Pilotprojekt in Wolfsburg würden im ersten Halbjahr 2019 erste mobile Ladesäulen aufgestellt. Von 2020 an solle die Säule, die ältere Batterien aus E-Autos weiterverwende, auch in anderen Städten eingesetzt werden.

          Die Säule mit einer Ladekapazität von 360 Kilowattstunden kann den Angaben zufolge unabhängig vom Stromnetz aufgestellt, aber auch via Wechselstrom aufgeladen werden. Damit sei es möglich, Solar- oder Windenergie zwischenzuspeichern. Bis zu 15 E-Autos könnten im Betrieb ohne Stromanschluss ihre Akkus nachladen. Falle die Energie unter 20 Prozent, könne die entleerte Ladesäule gegen eine geladene getauscht werden. Die Standorte der Säulen ließen sich per App finden.

          Neuer Ansatz für die Infrastruktur

          Thomas Schmall, Vorstandschef der VW-Konzern-Komponente, sprach von einem „entscheidenden Schritt zu einem leistungsfähigen Netz von Ladepunkten“. Dies sei ein komplett neuer Ansatz für den schnellen Ausbau der Infrastruktur. Deren unzureichender Ausbau gilt als ein Haupthindernis beim Ausbau der Elektromobilität – neben dem hohen Preis der Autos und der bislang noch geringen Reichweite.

          In der neuen Komponenten-Sparte, die von Januar 2019 an eine eigene Einheit im VW-Konzern bildet, bündelt der Autobauer seine hausinternen Zulieferungen etwa für Motoren, Getriebe, Fahrwerke oder Lenkungen. In der Sparte werden auf der ganzen Welt 56 Fabriken mit ungefähr 80.000 Beschäftigten zusammengefasst. Deutsche Standorte sind etwa Baunatal bei Kassel, Braunschweig und Salzgitter.

          Personalkarussell

          Der Volkswagen-Konzern teilte zudem mit, dass 2018 rund 100 Führungspositionen neu besetzt wurden, darunter die Konzernspitze mit Herbert Diess. Damit hat der Konzernumbau das Personalkarussell unter den Führungskräften des Autokonzerns erheblich beschleunigt.

          2018 wurden sechs Konzernvorstände neu berufen, zuletzt übernahm der neue Audi-Chef Bram Schot die Verantwortung für den Konzernvertrieb. Der 57-Jährige trat damit die Nachfolge von Ex-Audi-Chef Rupert Stadler an, der im Oktober aus allen Ämtern ausgeschieden war. Schot stand seit der Verhaftung Stadlers im Juni kommissarisch an der Spitze der VW-Tochter.

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