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2022 statt 2020 : Verzögerungen bei Ausbau von E-Mobilität „kein Drama“

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Angela Merkel auf dem Symposium zu zehn Jahren Elektromobilität am 27. September in Berlin Bild: EPA

Die Bundeskanzlerin sieht den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland trotz der schleppenden Nachfrage auf Kurs. Merkel verteidigt die Kaufprämie – und appelliert an Industrie und Kommunen.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Ziel bekannt, bis 2022 eine Million E-Autos auf deutsche Straßen zu bringen. Die ursprünglich für 2020 angepeilte Marke sei nicht zu erreichen, sagte Merkel am Donnerstag. Es sei kein Drama, dass man das vor zehn Jahren gesteckte Ziel leicht verfehle. „Nun werden wir es nicht 2020 schaffen, aber 2022. Wir sind auf dem richtigen Pfad.“

          Merkel verteidigte die Kaufprämie für Elektroautos. „Entweder ist das Geld schnell weg, dann hat es gewirkt. Oder es tritt das ein, was viele Bundestagsabgeordneten gesagt haben: Es fließt nicht ab. Dann bleibt es liegen – auch keine Schande“, sagte sie. Denn entscheidend sei die Psychologie, weil es um die Markteinführung eines neuen Produktes gehe. Nun rede man schon über eine Verlängerung der Förderung. Das dürfe aber nicht zu einer Dauersubvention werden, warnte Merkel. Bis Ende des vergangenen Jahres wurden in Deutschland nach dem Bericht der „Nationalen Plattform Elektromobilität“ insgesamt 131.000 E-Autos zugelassen.

          Die Kanzlerin appellierte abermals an die Industrie, auch für eine deutsche und europäische Batteriezellproduktion zu arbeiten. Sie werde eine strategische europäische Entwicklung anregen, um nicht etwa von China abhängig zu sein. Merkel forderte zudem, dass bei der Entwicklung künftiger, auch autonom fahrender Autos die kartellrechtlichen Vorgaben gelockert werden müssten.

          Die Kanzlerin forderte zudem eine „kommunale Großaktion“ zum schnelleren Ausbau des Ladenetzes. Nicht nur Großstädte müssten sich dafür interessieren, sondern auch mittlere Städte, Unternehmen oder Parkhausbetreiber.

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