https://www.faz.net/-gqe-9hlhj

Teure Abschreibungen : Verizon erwartet milliardenschwere Rechnung

  • Aktualisiert am

Das Logo von Verizon auf einem Bildschirm an der New Yorker Börse Bild: AP

Ein radikaler Stellenabbau und teure Abschreibungen kosten Amerikas größten Mobilfunkanbieter fast 5 Milliarden Dollar. Immerhin laufen die Geschäfte gut.

          1 Min.

          Die Streichung tausender Arbeitsplätze kostet den größten amerikanischen Mobilfunkanbieter Verizon voraussichtlich einen Milliardenbetrag. Noch teurer schlagen die Abschreibungen auf das von Yahoo übernommene Web-Geschäft sowie die Online-Tochterfirma AOL zu Buche, wie Verizon am Dienstag mitteilte. Die Abschreibungen summieren sich im vierten Quartal auf 4,6 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro).

          Unterm Strich rechnet Verizon mit einer Belastung von 4,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hatte das Kerngeschäft des früheren Yahoo-Konzerns 2017 übernommen. Als Grund für die Abschreibungen nannte Verizon einen verschärften Wettbewerb bei Online-Werbung.

          Zudem muss Verizon die Abfindungen und weitere Kosten für den geplanten Stellenabbau schultern. Diese sollen sich im vierten Quartal auf 1,8 bis 2,1 Milliarden Dollar belaufen. Nach Steuern soll die Belastung für den Konzern bei 1,3 bis 1,6 Milliarden Dollar liegen. Dem steht ein Steuervorteil von 2,1 Milliarden Dollar gegenüber, der im gleichen Zeitraum verbucht werden soll.

          Erst am Montagabend hatte Verizon bekanntgegeben, dass rund 10.400 Mitarbeiter freiwillige Abfindungsangebote angenommen hätten. Sie würden das Unternehmen bis Mitte nächsten Jahres verlassen.

          Insgesamt hatte der Konzern Ende September laut eigenen Angaben 152.300 Angestellte. Verizon verdiente zuletzt zwar glänzend – der Gewinn stieg im dritten Quartal im Jahresvergleich um mehr als ein Drittel auf rund fünf Milliarden Dollar. Doch wegen hoher Investitionen in den neuen Netzstandard 5G steht das Unternehmen unter einem hohen Kostendruck. Verizon gehört zu den ersten in der Branche, die die superschnellen Netze anbieten wollen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Boris Johnson am Donnerstag in Brüssel.

          Brexit-Streit : Noch viel Überzeugungsarbeit für Boris Johnson

          Mit den EU-Partnern hat sich Großbritanniens Regierungschef auf eine neuen Entwurf des Brexit-Vertrags geeinigt. Doch im britischen Unterhaus muss Boris Johnson weiter um jede Stimme dafür kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.