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Manipulierte Akkus? : Autohalter klagt gegen Tesla

  • Aktualisiert am

Ein Tesla „Model S“ lädt in Kalifornien auf. Bild: Reuters

In den Vereinigten Staaten wirft ein „Model-S“-Eigentümer Tesla vor, die Reichweite seines Autos in betrügerischer Absicht verringert zu haben.

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          In den Vereinigten Staaten hat der Halter eines Tesla-Autos den amerikanischen Elektroautohersteller wegen Betrugs und unfairer Geschäftspraktiken verklagt. In der am Mittwoch vor dem nordkalifornischen Bezirksgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift wirft der Eigentümer einer „Model-S“-Limousine Tesla vor, im Zuge eines Software-Updates die Reichweite seines Fahrzeugs um rund 32 bis 64 Kilometer verringert zu haben. Nach Angaben des Klägers könnten davon tausende Tesla-Fahrzeuge der beiden Modellreihen S und X betroffen sein.

          Hintergrund ist laut der Klageschrift ein Software-Update, das Tesla über das Internet auf die Fahrzeuge aufgespielt hatte, nachdem im Mai ein Tesla Model S in Hongkong Feuer gefangen hatte. Dabei hat Tesla nach eigenen Angaben die Einstellungen für das Lade- sowie das Temperaturmanagement in seinen Batterien angepasst, um die Batterie zu schützen, deren Lebensdauer zu verbessern und die Sicherheit der Kunden zu gewährleisten.

          Der Kläger moniert aber, dass der Elektroautohersteller es unter dem Deckmantel des Sicherheitsargument vermieden hat, die Batterien zu reparieren oder sogar auszutauschen. Zudem habe das Software-Update die Kunden geschädigt, weil sich die Reichweite der Batterie verringert habe und es gleichzeitig nun länger dauere, den Akku zu laden. Das verringere den Wert der betroffenen Fahrzeuge. Der Kläger verlangt daher unter anderem, dass Tesla die Batterien der betroffenen Fahrzeuge austauscht. Da Tesla gegen Zahlung eines Aufschlags die Kapazität von Batterien per Software ohnehin künstlich erweitert, fordert er zudem eine Rückzahlung dieser Extrakosten.

          Tesla teilte mit, dass ein kleiner Prozentsatz der Eigentümer alter Model-S- und Model-X-Fahrzeuge nach dem besagten Software-Update Reduzierungen der Reichweite bemerkt haben könnte. Das Unternehmen arbeite daran, diese Effekte zu lindern. So seien in der vergangenen Woche weitere Software-Updates ausgespielt worden, die das Problem lösen sollen.

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