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Künstliche Intelligenz : Hälfte der deutschen Unternehmer verschmäht KI

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Ein Mitarbeiter des Fraunhofer-Zentrums für Kognitive Produktionssysteme inspiziert einen Industrieroboter. Bild: dpa

Jeder zweite Unternehmer will in seinem Unternehmen auf Künstliche Intelligenz verzichten, wie eine Studie zeigt. Experten warnen, das „unterentwickelte KI-Bewusstsein“ könne deutsche Firmen die Wettbewerbsfähigkeit kosten.

          In Deutschland wird über Künstliche Intelligenz unendlich viel geredet, praktiziert wird sie so gut wie nie. Jeder zweite Unternehmer verschmäht sie komplett. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf eine Studie der Beratungsfirma PwC in Kooperation mit Kantar Emnid.

          Demnach setzen erst vier Prozent der Unternehmen in Deutschland Künstliche Intelligenz (KI) ein, zwei Prozent implementieren gerade entsprechen Systeme, 17 Prozent planen oder testen sie, 28 Prozent halten Künstliche Intelligenz zwar für relevant, sind jedoch entschlossen, darauf zu verzichten. Und vor allem: Knapp jeder zweite Unternehmer, immerhin 48 Prozent, halten KI nicht für relevant für die eigene Firma. Von einem „unterentwickelten KI-Bewusstsein“ spricht daher PwC-Berater Hendrik Reese. Das könnte dazu führen, dass Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen verloren geht.

          Dazu passt unter anderem dieses Ergebnis: Weniger als ein Drittel der Befragten schätzt die Gefahr, Marktanteile an Wettbewerber mit (effektiverem) KI-Einsatz zu verlieren, als „sehr groß“ oder „groß“ ein. Auffällig ist auch, dass vor allem jene Unternehmen KI-affin sind, die mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen (83 Prozent). Dass Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern nur zu 17 Prozent KI-affin sind, bedeutet, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland den technologischen Anschluss an die Konkurrenz verlieren könnten, warnen die PwC-Berater.

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