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Internet-Umfrage : Deutsche fürchten, dass ihre Daten ausgebeutet werden

  • Aktualisiert am

Was geht wo durchs Netz? Bild: dpa

Die Mehrheit der Deutschen zweifelt laut einer neuen Umfrage, dass ihre persönlichen Daten im Internet geschützt sind. Über eine wichtige Neuregelung wissen die wenigsten Bescheid.

          Jeder zweite Deutsche befürchtet, dass seine Daten im Internet ausgebeutet werden. Das geht aus einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Danach äußerten 56 Prozent der Befragten Zweifel, dass ihre persönlichen Informationen geschützt sind. Fast genauso viele, nämlich 55 Prozent, haben das Gefühl, keine Kontrolle über ihre Daten im Internet zu haben.

          Insgesamt sagten 93 Prozent der 2048 online befragten Teilnehmer, der Schutz ihrer Daten sei ihnen wichtig. 64 Prozent meinten, man könne diesem Thema gar nicht genug Bedeutung zuschreiben. 29 Prozent monierten übertriebenen Datenschutz.

          Neue Datenschutzregeln in Europa

          Die Nutzer versuchen durchaus, sich selbst zu schützen. 86 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihre Online-Nutzerkonten mit mindestens zwei unterschiedlichen Passwörtern zu sichern, 25 Prozent von ihnen haben mehr als zehn verschiedene. Nur zwei Prozent nutzen überall dieselbe Buchstaben- oder Ziffernfolge.

          Als „Datenkraken“ kritisierte soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter werden dem eigenen Bekunden nach vorsichtig genutzt: Ungefähr 73 Prozent der Befragten machen zwar von den Angeboten Gebrauch; 82 Prozent von ihnen haben aber zumindest die Privatsphäre-Einstellungen angepasst.

          In der Europäischen Union gilt ab dem 25. Mai die neue sogenannte Datenschutz-Grundverordnung (GDPR), die den Schutz verbessern und vereinheitlichen soll. An diesem Mittwoch will die EU-Kommission in Brüssel dazu Leitlinien vorstellen, um Behörden und Unternehmen die Umsetzung zu erleichtern.

          Die Verordnung ist allerdings in Deutschland weitgehend unbekannt. Nur 15 Prozent der Befragten wussten darüber Bescheid, während 80 Prozent noch nie davon gehört hatten.

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