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Wichtiger Stresstest : Üben gegen Angriffe aus dem Netz

  • -Aktualisiert am

Cybersicherheit ist ein ständiger Wettlauf und es schadet nicht, dafür ordentlich zu trainieren – das IT-Sicherheitslabor von Innogy ist eine gute Idee.

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          Ein Hackerangriff ist perfide, weil er sein Opfer zunächst wehrlos macht. Techniker, die schon einmal im Zentrum einer Attacke standen, berichten, wie dann der Puls hochschnellt.

          Wie bei der Verteidigung einer Burg, deren Mauern gestürmt werden, muss man an vielen Stellen gleichzeitig sein und immer wachsam. Wenn sogar das System gesperrt ist, wird der Druck sogar noch größer. Es ist, wie wenn man plötzlich nicht mehr in seine Wohnung reinkommt und sieht, wie drinnen alles durchwühlt wird. Und plötzlich rüttelt man selbst an den Fensterrahmen, fummelt am Türschloss herum oder klettert über das Gartentor um irgendwie über die Terrasse reinzukommen.

          Cybersicherheit ist ein ständiger Wettlauf und es schadet nicht, dafür ordentlich zu trainieren. Deshalb ist das IT-Sicherheitslabor von Innogy auch eine gute Idee.

          Es zeigt nicht nur, dass der Energiekonzern als Betreiber von kritischer Infrastruktur seine besondere Verantwortung ernst nimmt und sich rüstet gegen die zunehmenden Angriffe. Dadurch, dass Innogy auch das Training als Dienstleistung anbietet, haben auch kleinere Stadtwerke die Möglichkeit, eigene Schwachstellen in realer Umgebung zu analysieren, um sich besser zu wappnen.

          Ein System ist nur so gut wie sein schwächstes Glied, ordentlich zusammenzuarbeiten ist immens wichtig. Die Angreifer sind schließlich ebenfalls gut organisiert.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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