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Australien : Uber taucht jetzt auch zum Great Barrier Reef

Das U-Boot von Uber auf Tauchgang am Great Barrier Reef in Queensland, Australien Bild: AFP

Die Touristenattraktion soll den Ruf des Konzerns polieren, hat aber seinen Preis. Derweil ist unklar, ob sich das weltberühmte Korallenriff von den Hitzewellen der vergangenen Jahre erholen kann.

          Das amerikanische Fahrdienstunternehmen Uber bietet nun in Australien auch Fahrten zum Great Barrier Reef an – unter Wasser. Über die Uber-App können Kunden im australischen Bundesland Queensland eine Tauchfahrt mit dem batteriebetriebenen Boot buchen. Am heutigen Montag beginnt der Dienst zunächst vor dem Hafen Gladstone im Süden des Riffs. Dann wird er bis zum 18. Juni in die Touristenhochburg Cairns verlegt werden.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Er läuft unter dem Namen ScUber, der an „scuba diving“, auf Deutsch „Sporttauchen“, erinnert. Die Touristenattraktion soll 3000 australische Dollar (1853,35 Euro) kosten. Damit kostet die Fahrt in etwa das Zehnfache eines Bootausfluges zu einer der Tauchplattformen auf dem Riff. Zwei Gäste haben an Bord Platz. Im Preis enthalten ist das Abholen in einem Uber-Taxi, ein Flug mit einem Hubschrauber bis zum Tauchhafen, eine einstündige Tauchfahrt und Schnorcheln in der zweiten Tageshälfte.

          Mit dem Konzept will der Konzern seinen eigenen Ruf polieren: Er ist eine Partnerschaft mit der Organisation „Citizens of the Great Barrier Reef“ eingegangen, die von der Regierung unterstützt wird. Die Amerikaner setzen öfter neue Methoden für ihr Marketing ein – es gab auch schon einen Uber-Dienst, um Eiscreme zu liefern.

          Derzeit leidet Uber unter dem missratenen Gang an die Börse: Die Aktie hat seit ihrer Erstnotiz am 11. Mai rund ein Zehntel ihres Wertes verloren. Das Riff vor der Ostküste Australiens ist so groß wie Deutschland, ein Touristenmagnet und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Australien. Doch wird seine Erholung nach zwei für die Korallen tödlichen Bleichen durch Hitzewellen immer fraglicher, zumal die wiedergewählte australische Regierung weiter auf Kohle setzt und damit den Klimawandel weiter anheizt.

          Bei der letzten Bleiche starben in einigen Teilen des 2300 Kilometer langen Riffs bis zu 90 Prozent der Korallen. Queensland, vor dem sich das Riff erstreckt, macht sich das Uber-Abenteuer aber schon zunutze: Bis zum 1. Juni bietet es in einem Preisausschreiben eine Uber-Tauchfahrt, einschließlich Hin- und Rückflug, an.

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