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Rechtsstreit in Kalifornien : Uber soll per Scheinselbständigkeit 500 Millionen Dollar im Jahr gespart haben

  • Aktualisiert am

Ein Uber-Auto in Wien. Bild: dpa

Der Fahrdienstleister Uber hat in Deutschland einen schweren Stand, wird in anderen Ländern aber viel genutzt. In Kalifornien soll sich das Unternehmen aber einen unberechtigten Vorteil verschafft haben.

          Der Fahrdienstanbieter Uber soll seine Fahrer in Kalifornien illegal als Scheinselbständige beschäftigt haben. Eine vor einem Gericht in San Francisco eingereichte Klage bezichtigt den Dienstleister, sich über eine Entscheidung des obersten Gerichts des amerikanischen Bundesstaats hinweggesetzt und so mehr als 500 Millionen Dollar im Jahr gespart zu haben, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

          Der Kläger argumentiert, Uber müsste seinen Fahrern eigentlich durchschnittlich 9,07 Dollar pro Stunde in Lohn und Arbeitgeberleistungen zahlen, wenn es sie anstellen würde. Indem es sie als unabhängige Selbständige betrachte, umgehe es unter anderem den Mindestlohn, Arbeitslosen-, Kranken- und Sozialversicherung.

          Geklagt hat ein Auto-Lieferdienst. Er wirft Uber vor, durch die Einsparungen Fahrten zu Preisen unterhalb ihrer eigentlichen Kosten anzubieten. Auf diese Weise verdränge der Fahrdienstanbieter Mitbewerber, die ihre Fahrer als Angestellte beschäftigten. Der Kläger beruft sich auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Kalifornien vom April, in dem strengere Richtlinien zur Einstufung von Arbeitern als Selbständige festgesetzt wurden. Ein Uber-Sprecher äußerte sich zu der Klage zunächst nicht.

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