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Biotech : Jungunternehmen forscht mit Yale-Uni

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac forscht an neuen Arzneien. Bild: Patrick Hipp

Curevac entwickelt neue Arzneien mit Hilfe der Botenstoffe, die Informationen zwischen Zellen übermitteln. Die renommierte amerikanische Universität hilft nun bei der Suche nach Wirkstoffen.

          Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac hat mit der amerikanischen Yale-Universität eine exklusive Forschungskooperation abgeschlossen, wie Curevac am Dienstag mitteilte. Das Ziel: neue Arzneimittelkandidaten gegen Lungenkrankheiten zu entwickeln, die auf der mRNA-Technologie der Tübinger basieren. Unter messenger RNA (mRNA) versteht man die Botenstoffe, die im Körper für die Informationsübermittlung zwischen den Zellen zuständig sind.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Idee ist dabei folgende: Über die Botenstoffe können Informationen an den Körper übermittelt werden. Im Prinzip könnten Zellen mit Hilfe der Botenstoffe so programmiert werden, dass sie beliebige Proteine bilden, die dann als eigener Wirkstoff gegen eine Krankheit dienen.

          Auch andere Biotechunternehmen, wie Biontech aus Mainz oder Moderna in Amerika, arbeiten mit mRNA, ist diese Technologie doch besonders verheißungsvoll. Curevac forscht beispielsweise an Impfungen und hat auch einige Projekte aus der Onkologie in der Pipeline.

          Curevac finanziert die Forschung

          Die neue exklusive Forschungskooperation mit der Yale-Universität soll eine "nicht genannte Zahl" neuer Medikamentenkandidaten gegen Lungenerkrankungen identifizieren, erforschen und entwickeln, hieß es weiter.

          Ein Team der Amerikaner erforsche mögliche Ansätze und identifiziere dann gemeinsam mit Curevac potentielle Medikamentenkandidaten für die weitere präklinische und klinische Entwicklung. Die Tübinger finanzieren nach eigenen Angaben die komplette Forschungsarbeit - haben deshalb allerdings auch die Option, alle Rechte an den Entwicklungskandidaten zu erwerben.

          Seit der Gründung vor rund 20 Jahren hat Curevac rund 400 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Neben der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung zählt der SAP-Gründer Dietmar Hopp zu den größten und langjährigsten Investoren.

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