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Schadsoftware : Emotet wütet so schlimm wie nie

Cyberangriffe verursachen jedes Jahr einen Milliardenschaden. Bild: dpa

Der Trojaner Emotet treibt schon seit Jahren sein Unwesen im Internet. Nun schlagen sogar Deutschlands Internetverteidiger Alarm.

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          Der Trojaner Emotet treibt schon seit Jahren sein Unwesen im Internet – aber in diesen Tagen offenbar ganz besonders schlimm, so dass sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor dem Schadprogramm warnt. „Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland“, teilte das BSI mit.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Behörde erhielt nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen „eine auffällige Häufung“ von Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen, die im Zusammenhang mit Emotet stünden. In Einzelfällen sei es durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich zögen, hieß es.

          Daneben seien dem BSI weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden. Dabei hätten Malware-Analysten des Bonner Amtes Emotet-Infektionen nachweisen können.

          „Emotet wird derzeit weiterhin über groß angelegte Spam-Kampagnen verteilt und stellt daher eine akute Bedrohung für Unternehmen, Behörden und Privatanwender dar“, betonte das Bundesamt. Man habe im Rahmen des eigenen gesetzlichen Auftrags die Betreiber kritischer Infrastrukturen, staatliche Einrichtungen in Bund und Ländern sowie Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit abermals vor Emotet gewarnt.

          Eine erste Programmversion ist dem Sicherheitsunternehmen Kaspersky zufolge schon im Sommer 2014 aufgetaucht. Emotet wird über echt und offiziell wirkende Spam-Mails verbreitet. Die hochautomatisierte Software versucht unter anderem, von Computernutzern sensible Daten abzufischen. Nutzer sollte auch bei vermeintlich bekannten E-Mail-Adressen Vorsicht walten lassen, bevor sie auf Links klicken oder Mail-Anhänge öffnen.

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