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Dating-App enttäuscht : Tinder matcht Erwartungen der Analysten nicht

  • Aktualisiert am

Tinder führt den Markt der Onlinedating-Apps an. Bild: Reuters

Online-Dating über Apps erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Doch der größte Mitspieler auf dem Markt der Liebe kann das nicht in Umsatzwachstum übersetzen.

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          Match Group, die Muttergesellschaft der populären Dating-App Tinder, kämpft nach einem durchwachsenen Ausblick mit einem Einbruch ihres Börsenkurses. Die Match-Aktien sackten um 10 Prozent ab, nachdem das Unternehmen am Dienstag (amerikanische Ortszeit) zwar gute Quartalszahlen vorgelegt, aber für den Rest des Jahres fast sämtliches Umsatzwachstum abgesagt hatte.

          Matchs Umsatz im dritten Quartal stieg um 29 Prozent auf 444 Millionen Dollar. Im vierten Quartal soll er sich aber auch nur zwischen 440 und 450 Millionen Dollar bewegen, sagte das Management voraus. Damit verpasste die Tinder-Muttergesellschaft klar die Erwartungen der Analysten, die dem Finanznachrichtendienst Bloomberg zufolge im Durchschnitt mit 454,5 Millionen Dollar gerechnet hatten.

          Fast zwei Millionen mehr Nutzer

          Die erfolgreichste und am meisten Geld verdienende Marke der Gruppe bleibt Tinder. Allerdings versucht die Match Group schon seit einiger Zeit, alle Apps zur Online-Partnervermittlung unter ihrem Dach zu vereinen, indem sie kleinere Marken aufkauft. Eine Dating-App, die auch in Deutschland bekannt ist und zur Match Group gehört, ist beispielsweise Okcupid. Alle Apps der Gruppe kommen inzwischen auf 8,1 Millionen Nutzer, im Vergleich zu 6,6 Millionen vor einem Jahr.

          Ein Konkurrent von Tinder und seiner Muttergesellschaft ist indes auf dem Weg an die Börse und könnte sich auf eine hohe Bewertung freuen. Die App Bumble könnte einem von Bloomberg zitierten Anlagespezialisten zufolge auf eine Bewertung von 1,1 Milliarden Dollar einstellen. Zuvor war sogar über bis zu 1,5 Milliarden Dollar spekuliert worden.

          Bumble wird insbesondere in Amerika von vielen Nutzern gegenüber Tinder bevorzugt, weil Kontaktaufnahmen dort von Frauen ausgehen müssen. Bei Tinder ist es hingegen so, dass bei einem „Match“ beide Geschlechter den Kontakt suchen können.

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