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„Threads“ : Instagram schafft eine neue App für „enge Freunde“

Instagram ist Facebooks Zugpferd für die junge Zielgruppe Bild: Reuters

Instagram-Nutzer können mit einer neuen App jetzt direkter mit den Freunden kommunizieren, die ihnen die liebsten sind. Dahinter steht ein Angriff auf einen populären Messenger-Dienst.

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          Das Fotonetzwerk Instagram startet eine separate Messenger-App. Die App mit dem Namen „Threads“ soll insbesondere die Kommunikation mit dem engeren Freundeskreis erleichtern, teilte das Netzwerk mit. Instagram-typisch bleibt die Kommunikation auch dort bildzentriert: Threads öffnet sich direkt im Kameramodus. Fotos und Videos sollen in nur zwei Schritten mit dem vorher ausgewählten Freundeskreis geteilt werden können. Die App kann ab sofort für iOS und Android heruntergeladen werden.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Messenger-App, die sich zu Instagram ähnlich verhält wie der Facebook-Messenger zu Facebook, dürfte vor allem ein Angriff auf Snapchat sein. Das Bildnetzwerk hatte zuvor schon erfolgreich Snapchats Stories-Funktion kopiert. Die Facebook-Tochtergesellschaft Instagram gilt als Zugpferd des Sozialen Netzwerks für die junge Zielgruppe.

          Threads dient nur dem Austausch mit solchen Instagram-Kontakten, die man zuvor auf seine „Enge Freunde“-Liste gesetzt hat. Neben der Kamera bietet die App einen zusätzlichen Posteingang, in dem Nachrichten aus diesem Kreis eingehen und verschickt werden können. Die dritte Komponente ist ein Status-Bildschirm, in dem ein kurzer Text darüber verfasst werden kann, was man gerade macht. Eine ganze Story dazu, mit Fotos und Videos wie Nutzer es von Instagram kennen, ist dort nicht vorgesehen – aber ein Emoji ist erlaubt.

          So sieht Threads aus.

          Der Status-Bildschirm kommt zudem mit einer Sonderfunktion, die einige Nutzer nützlich finden dürften, die bei anderen aber auch Datenschutz-Bedenken auslösen dürfte. Denn Nutzer können ihren Status auch automatisch ausfüllen lassen. Abhängig von Aufenthaltsort, Bewegungen oder auch Akkustand schreibt Instagram dort dann automatisch Dinge wie „Im Fitnessstudio“ oder „Zu Hause“ rein.

          Wie das Digitalmagazin „t3n“ berichtet, verspricht Facebook, dass die dafür gesammelten Daten nicht an die Server des Konzerns übertragen und nach Verstreichen einer nicht näher definierten Zeitspanne automatisch gelöscht werden. Außerdem sollen die Daten nicht für gezielte Werbung genutzt werden.

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