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Schnelles Internet : Telekom-Kunden können ab sofort 5G nutzen

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Eine Mitarbeiterin der Telekom geht an einem 5G Logo vorbei. Die Deutsche Telekom hat drei Wochen nach der Versteigerung der Frequenzen für die fünfte Mobilfunkgeneration sein 5G-Netz für Kunden geöffnet. Bild: dpa

Die Telekom hat damit begonnen, in ausgewählten Städten das 5G-Netz freizuschalten. Konkurrent Vodafone strebt derweil in die Bundesliga.

          Die Deutsche Telekom hat drei Wochen nach der Versteigerung der Frequenzen für die fünfte Mobilfunkgeneration sein 5G-Netz für Kunden geöffnet. Derzeit betreibt die Telekom in Europa 150 Antennen mit 5G-Technologie im geschlossenen Test. Diese sollen nun nach und nach für Kunden freigeschaltet werden. Am Mittwoch startete die Telekom auch den Vertrieb erster 5G-tauglicher Smartphones und 5G-Tarife. Das Samsung Galaxy S10 5G wird für knapp 900 Euro angeboten. Der 5G-Tarif für unbegrenztes Surfen kostet knapp 85 Euro im Monat.

          Das öffentliche 5G-Netz der Telekom startet zunächst in Berlin und Bonn, kündigte Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland, an. Danach sollen Darmstadt, Hamburg, Leipzig und München folgen. „Wir werden bis zum Jahresende rund 300 neue Antennen an mehr als 100 Standorten aufstellen.“ Die Telekom betreibt bislang in Deutschland knapp 30.000 Antennenstandorte. Diese würden jetzt schrittweise auf 5G umgestellt, betonte Wössner. „Drei Viertel der Standorte sind bereits mit Glasfaser angeschlossen und damit auf 5G vorbereitet.“

          Ob die Telekom dabei auf die Unterstützung des chinesischen Unternehmens Huawei zurückgreift, ist noch nicht entschieden. Man sei noch dabei, die Lieferanten-Strategie zu überprüfen, sagte Vorstand Dirk Wössner am Mittwoch in Berlin. Dafür gebe es einen engen Austausch mit dem Wirtschaftsministerium. Technik-Vorständin Claudia Nemat betonte, Sicherheit habe für die Telekom in jedem Fall höchste Priorität.

          Live-Analyse im Stadion

          Amerika und weitere Länder haben Sorgen, dass eine größere Rolle von Huawei China Spionagemöglichkeiten im künftigen Mobil-Netz eröffnet. Huawei bestreitet das. Die Bundesregierung will einzelne Anbieter beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes nicht ausschließen, hat aber zusammen mit den Sicherheitsbehörden einen Kriterienkatalog erarbeitet, der erfüllt werden muss. 5G gilt als Schlüssel für Zukunftstechnologien wie das autonome fahren, virtuelle Realität und Industrie 4.0. 

          Auch im Fußballstadien soll der 5G-Standard zu einer Schlüsselkomponente werden. Der Mobilfunkprovider Vodafone und die Deutsche Fußball Liga kündigten am Mittwoch an, zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2019/2020 eine zweijährige 5G-Kooperation zu starten. Als erstes Stadion will Vodafone die Volkswagen Arena des VfL Wolfsburg mit 5G-Sendemasten ausrüsten.

          Damit die Vorteile von 5G auch ausgenutzt werden können, wollen Vodafone und die DLF eine Echtzeit-App entwickeln. Sie soll den Fans im Stadion Informationen und Spieldaten verzögerungsfrei auf dem Smartphone zur Verfügung gestellt werden.

          Die Zuschauer sollen damit beispielsweise sehen können, wie schnell ein Stürmer ist, der gerade zum Sprint auf das gegnerische Tor ansetzt. Dabei sollen auch „Augmented Reality“-Techniken eingesetzt werden, bei der virtuelle Elemente in die reale Umgebung eingeblendet werden. Basis für den Informationsfluss in Echtzeit seien rund 1600 Spiel-Ereignisse und 3,6 Millionen Positionspunkte, die die DFL bei einem Bundesligaspiel erhebt.

          Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter erkläre, Daten und Analysen hätten vielen Fans erst nach dem Spiel am heimischen Fernseher zur Verfügung gestanden: „Wir bringen im Stadion jetzt zwei Welten zusammen. Das Liveerlebnis und das digitale Informationsangebot.“

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