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Ursache unklar : Supermarktkassen und Telefonnetze in den Niederlanden ausgefallen

  • Aktualisiert am

Die Unternehmenszentrale von KPN in Rotterdam in den Niederlanden. Am Montagabend hatte ein Ausfall des KPN-Netzes zu einem landesweiten Telefonnetzausfall gesorgt. Bild: Reuters

In den Niederlanden sind am Montag weite Teile des Telefonnetzes ausgefallen. Notrufnummern funktionierten nicht. Dienstagmorgen fielen auch Supermarktkassen aus. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar.

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          In den Niederlanden sind am Montag und Dienstag weite Teile der Telekommunikationsinfrastruktur ausgefallen. Am Dienstagmorgen konnten die Kassen vieler Geschäfte der größten Supermarktkette Albert Heijn wegen technischer Probleme nicht öffnen. Eine Sprecherin des Mutterunternehmens Ahold Delhaize bestätigte den Ausfall, verwies die Fragen jedoch an die Tochtergesellschaft Albert Heijn. Diese war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar. Der niederländische Sender NOS berichtete, viele der Kassen würden mittlerweile wieder funktionieren.

          Am Montag war in den Niederlanden bereits flächendeckend das Telefonnetz ausgefallen. Auch die zentrale Notrufnummer 112 war stundenlang davon betroffen und nicht erreichbar. Die Bürger wurden, soweit es ging, über soziale Medien informiert. Nach gut dreieinhalb Stunden war die Störung am Abend vorbei.

          Aus noch unbekannter Ursache war nachmittags zunächst das feste und mobile Telefonnetz des Unternehmens KPN ausgefallen. Danach hatte sich der Ausfall auf andere Anbieter ausgebreitet.

          Wegen der Kommunikationsprobleme wurden Polizisten und Krankenwagen auf die Straßen geschickt, um Präsenz zu zeigen. Bürger wurden auch aufgerufen, in Notfällen direkt zur Polizeiwache oder zur Feuerwehr zu gehen. Bei Gesundheitsproblemen sollten sie direkt selbst in ein Krankenhaus fahren. Bisher ist unbekannt, ob der Ausfall der Notrufnummern Menschenleben in Gefahr gebracht hat.

          KPN-Chef tritt zurück

          Der Minister für Justiz und Sicherheit, Ferdinand Grapperhaus, kündigte Ermittlungen an und bestellte die Direktion des Unternehmens zu einem Gespräch ins Ministerium. Es müsse schnell eine stabile Lösung geben. „Das darf morgen nicht wieder passieren“, sagte er dem niederländischen Fernsehen. 2012 waren bei einer ähnlichen Störung in den Niederlanden nach Behördenangaben zwei Menschen ums Leben gekommen.

          KPN konnte zunächst nicht sagen, was die Ursache der Störung war. Einen Hackerangriff schloss das Unternehmen allerdings aus. Unklar ist, warum auch alle Notsysteme versagten und ob es einen Zusammenhang zwischen dem Ausfall der Supermarktkassen bei Albert Heijn und den Telefonnetz-Störungen gibt. 

          Am Dienstag hat zudem Maximo Ibarra, Chef des Telekomkonzerns KPN überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er werde seinen Posten Ende September aus „dringenden familiären Gründen“ abgeben, teilte KPN am Dienstag mit. „Ich bedauere den Zeitpunkt, aber familiäre Gründe ließen mir keine Wahl“, erklärte Ibarra. Er werde für einen reibungslosen Übergang auf einen Nachfolger sorgen. Diesen muss KPN nun suchen. An der Börse kam die Nachricht nicht gut an, die Aktien sanken 2,5 Prozent.

          Ibarra, der kolumbianisch-italienischer Herkunft ist, will zurück nach Italien ziehen. Dort soll er als neuer Chef das Pay-TV-Geschäft von Sky Italia leiten, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen Reuters sagten. KPN betonte, der Rücktritt stehe nicht im Zusammenhang mit dem Ausfall der KPN-Telefonnetze.

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