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Falsche Festnahme : Student will eine Milliarde Dollar Schadenersatz von Apple

iPhones in einem Apple-Store in New York Bild: Reuters

Ousmane Bah wurde fälschlicherweise wegen Diebstahls in Apple-Stores festgenommen. Er macht eine Software für Gesichtserkennung in den Läden verantwortlich. Aber Apple bestreitet deren Existenz.

          Ein 18 Jahre alter Student aus New York hat den Elektronikkonzern Apple auf Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde Dollar verklagt, nachdem er sich zu Unrecht wegen Ladendiebstahls festgenommen fühlte. Für die Verwechslung machte er unter anderem eine Software für Gesichtserkennung verantwortlich, die Apple in seinen Geschäften einsetze, um Diebe zu identifizieren, deren Existenz vom Unternehmen aber bestritten wird.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Ousmane Bah wurde im vergangenen November von der New Yorker Polizei festgenommen, ihm wurde vorgeworfen, aus Apple-Läden in verschiedenen amerikanischen Städten Waren gestohlen zu haben. Unter anderem wurde er beschuldigt, im Mai vergangenen Jahres aus einem Geschäft in Boston Produkte im Wert von 1200 Dollar gestohlen zu haben, darunter vor allem digitale „Pencil“-Stifte von Apple.

          Bah sagt, er sei an diesem Tag gar nicht in Boston gewesen, sondern in New York. Der Haftbefehl bei seiner Festnahme enthielt nach Darstellung in der Klage ein Foto von einer anderen Person. Die Verwechslung brachte er damit in Zusammenhang, dass er seinen Führerschein verloren habe oder dieser gestohlen worden sei. Ein Polizist habe gemutmaßt, der tatsächliche Dieb habe den Führerschein zur Identifikation in einem Apple-Laden verwendet. Dieser Polizist habe auch gesagt, Apple setze Gesichtserkennungstechnologie ein, um Diebe zu identifizieren.

          Bah beschreibt seine Festnahme in der Klage als „traumatisch“. Die „falschen Anschuldigungen“ hätten zu „schwerem Stress“ geführt und seinen Ruf beschädigt, weshalb er nun Schadenersatz fordere. Apple wollte die Klage selbst nicht kommentieren, bestritt aber, in seinen Geschäften Gesichtserkennungstechnologie zu verwenden.

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