https://www.faz.net/-gqe-97srk

Streit mit der Netzagentur : Telekom will Streaming-Tarif nicht ändern

  • Aktualisiert am

Die Telekom hat mit ihrem „StreamOn“-Angebot nach eigenen Angaben Erfolg. Bild: Reuters

Die Bundesnetzagentur sieht die EU-Roamingregeln durch die Telekom verletzt. Dagegen legte das Unternehmen Widerspruch ein.

          Die Deutsche Telekom zeigt sich im Streit mit der Bundesnetzagentur über Streaming-Dienste unbeeindruckt. „Wir sehen uns absolut im Recht“, sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner in Bonn. Das Angebot sei fair und gesetzeskonform.

          Ende 2017 hatte die Aufsichtsbehörde „StreamOn“-Tarife teilweise untersagt – unter anderem weil die Telekom das Streaming im EU-Ausland ab einer gewissen Datenmenge die Übertragungsrate drosselt. Das verstößt nach Lesart der Behörde gegen EU-Roamingregeln, die eine grundsätzliche Gleichbehandlung von Verbrauchern bei Fahrten ins EU-Ausland vorsehen.

          Gegen die Entscheidung der Behörde legte die Telekom Widerspruch ein und klagte vor dem Kölner Verwaltungsgericht. Eine Entscheidung steht noch aus. Unterdessen darf die Telekom „StreamOn“ weiterverkaufen. Damit hat sie nach eigener Darstellung Erfolg – mehr als eine Million Kunden nutzten die 2017 eingeführte Zubuchoption bereits, sagte Wössner.

          Beim „StreamOn“-Angebot der Telekom werden bestimmte datenintensive Dienste von Content-Partnern wie Apple Music, Netflix oder YouTube gegen eine Pauschale zur Verfügung gestellt, ohne dass dies auf das Datenvolumen des Vertrags angerechnet wird. Vodafone bietet ähnliche Dienste an – diese würden ebenfalls geprüft, sagte ein Sprecher der Netzagentur.

          Weitere Themen

          Wie Unternehmen Land und Leute ausbeuten Video-Seite öffnen

          Rodungen in Gabun : Wie Unternehmen Land und Leute ausbeuten

          Mehr als 150 Unternehmen roden Wälder in Gabun, viele von ihnen aus dem Ausland. Den betroffenen Menschen steht eigentlich eine Entschädigung zu: die Unternehmen sollen in Projekte vor Ort investieren. Doch die Realität sieht anders aus.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.