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Start-up-Schmiede : Rocket Internet meldet Gewinnsprung

  • Aktualisiert am

Der Rocket-Internet-Gründer und heutige Chef, Oliver Samwer Bild: dpa

Investitionen in Start-ups können sich lohnen – wenn man es schafft, sie an die Börse zu bringen. Das zeigt sich in den Zahlen des bekannten Berliner Inkubators Rocket Internet. Doch das Geschäft bleibt volatil.

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          Der Berliner Start-up-Inkubator Rocket Internet hat im ersten Halbjahr eine Gewinnsteigerung vermeldet. Der Profit verdoppelte sich annähernd auf gut 547 Millionen Euro, nach 297 Millionen Euro im ersten Halbjahr vergangenen Jahres.

          Das Beteiligungsunternehmen betont jedoch stets, dass es in seinem Geschäftsmodell immer unklar sei, wann Gewinne anfallen, so dass der Gewinn im kommenden Jahr wieder deutlich anders aussehen könne. Deshalb gibt Rocket auch nie Jahresziele aus.

          Das Geschäftsmodell des Unternehmens, das 2007 von den Brüdern Marc, Oliver und Alexander Samwer gegründet wurde, besteht darin, in Start-ups zu investieren, sie zu entwickeln und nach Möglichkeit an die Börse zu bringen. In den Worten von Oliver Samwer, der Rocket heute leitet, ist die Kernstrategie des Unternehmens die „Entwicklung internetbasierter Geschäftsmodelle“.

          Einerseits hält es Anteile an mehr als 200 Start-ups mit einer Gesamtbewertung von 1,1 Milliarden Euro nach Unternehmensangaben. Andererseits erzielt Rocket Finanzgewinne aus Unternehmen, die es an die Börse gebracht hat.

          Jüngstes Beispiel dafür ist der auf Schwellenländer spezialisierte Modeversand Global Fashion Group, der im Juli mit einem Emissionserlös von 186 Millionen Euro an die Börse ging. Zuvor gingen aus Rocket Internet schon der Essens-Lieferdienst Deliery Hero, der Kochboxen-Versand Hellofresh und der Möbelhändler Westwing. Für neue Investitionen hält das Unternehmen 3 Milliarden Euro liquides Kapital bereit, wie es hieß.

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