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Spotify beschwert sich : Attacke auf Apple

  • -Aktualisiert am

Über Spotify lässt sich Musik streamen – kostenlos, aber mit Werbung, oder aber gegen Gebühr werbefrei Bild: AP

Der Streaming-Dienst Spotify legt bei der EU eine Beschwerde wegen unfairen Wettbewerbs gegen Apple ein. Tatsächlich ist die Tech-Szene schon länger damit unzufrieden, wie viel Geld Apple und Google für ihre Plattformen verlangen.

          Auf einem iPad kann man kein Netflix-Abonnement in der App des Streaming-Dienstes abschließen, Hörbücher von Audible kann man auf dem iPhone nicht über die App der Amazon-Tochtermarke kaufen – und ein Bezahl-Abo des Musik-Streaming-Dienstes Spotify bekommen Kunden auch nur am Rechner. Alle drei Unternehmen wollen nämlich nicht die 30 Prozent des Umsatzes an Apple abzwacken, wenn ein Kauf über die App abgewickelt wird.

          Spotify will sich aber nicht länger fügen und legt vor der EU-Kommission deshalb eine Beschwerde wegen unfairen Wettbewerbs ein. Apple nutze seine Macht als Plattformbetreiber, um im direkten Wettbewerb sein eigenes Produkt Apple Music besser zu plazieren. Dass solche Beschwerden in Brüssel eingereicht werden, ist nichts Besonderes, Unternehmen beharken sich dort häufiger. Doch Spotify ist besonders aggressiv und direkt in seiner Kommunikation: Es listet sogar auf, in wie vielen Fällen seit der Gründung es sich vom großen Technologiekonzern aus Amerika gegängelt fühlt.

          Das machen die Schweden ziemlich clever, Apple äußerte sich zunächst gar nicht zu dem Fall. Natürlich kann Apple für seine Plattform zunächst jede Regel festlegen, die es will. Allerdings gibt es schon länger Unzufriedenheit in der Tech-Szene über die Größe des Kuchens, den Apple (und Google übrigens auch) für sich behält. Der Widerstand könnte nun stärker werden.

          Jonas Jansen

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für die „Netzwirtschaft“.

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