https://www.faz.net/-gqe-9gl6g

Start in 13 neuen Märkten : Spotify folgt Deezer in den arabischen Raum

  • Aktualisiert am

Die Spotify-App Bild: dpa

Der weltgrößte Musikstreamingdienst startet heute in 12 neuen Ländern im Nahen Osten und Nordafrika. Der französische Konkurrent Deezer ist dort schon tätig – und hat sich finanzstarke Unterstützung gesucht.

          Der weltgrößte Musikstreamingdienst Spotify ist an diesem Mittwoch in 12 weiteren Ländern im Nahen Osten und in Nordafrika gestartet. Damit ist der Dienst nun in 77 Ländern weltweit verfügbar. Spotify möchte sich damit ein Standbein im arabischen Musikmarkt sichern. Mit dem Marktstart bietet der Dienst seinen potentiellen neuen Nutzern auch kuratierte Playlists für lokale Musik, etwa eine für die aktuellen arabischen Tophits. Auch einen sogenannten „Arabischen Hub“ gibt es nun. Auf der speziellen Seite können Nutzer aus der ganzen Welt in arabischer Musik stöbern. Die 12 Ländern entsprechen 13 verschiedenen Märkten, weil Spotify die palästinensischen Gebiete als eigenen Markt führt.

          Spotify aus Schweden hat eigenen Angaben zufolge weltweit mehr als 190 Millionen aktive Nutzer. Der kleinere Spotify-Konkurrent Deezer aus Frankreich ist schon seit dem Sommer im arabischen Raum aktiv. Deezer hat dort einen finanzstarken Unterstützer gefunden: Im August investierte die Kingdom Holding Company aus Saudi-Arabien gemeinsam mit Rotana, dem größten Musiklabel für arabische Musik, 160 Millionen Euro in Deezer.

          Das Geld von Prinz al-Walid ibn Talal, der sowohl hinter der Kingdom Holding als auch hinter Rotana steht, tat dem kleineren Konkurrenten gut. Wichtiger noch sind aber wohl die Türen, die sich für Deezer im arabischen Raum mit der Beteiligung öffneten. Denn mit einem Schlag erhielt der französische Streamingdienst zugleich die alleinigen Rechte am Großteil der dort populären Musik und auch an deren Verbreitung durch Videos. Für Spotify dürfte es das schwerer machen, ebenfalls in den arabischen Märkten durchzudringen.

          Weitere Themen

          Kommt der Mietendeckel auch in Bremen?

          Teures Wohnen : Kommt der Mietendeckel auch in Bremen?

          Die deutsche Hauptstadt bekommt in wenigen Tagen ein neues Gesetz gegen steigende Mieten. Das Beispiel macht offenbar Schule – auch andere deutsche Städte planen.

          „Wohnen ist keine normale Ware“ Video-Seite öffnen

          Mieterbund gegen Profitgier : „Wohnen ist keine normale Ware“

          Auf dem Deutschen Mietertag in Köln hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel skeptisch zu einem Mietendeckel geäußert. Mietervertreter fordern aber, ein solches Instrument zu prüfen – und schicken mahnende Worte hinterher.

          Topmeldungen

          Der Roland neben dem Alten Rathaus in Bremen: Gerade verhandeln SPD, Grüne und Linke über eine Koalition.

          Teures Wohnen : Kommt der Mietendeckel auch in Bremen?

          Die deutsche Hauptstadt bekommt in wenigen Tagen ein neues Gesetz gegen steigende Mieten. Das Beispiel macht offenbar Schule – auch andere deutsche Städte planen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.