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Skandal um Cambridge Analytica : „Wir dachten, wir tun etwas völlig Normales“

  • Aktualisiert am

Die Firmenzentrale von Cambridge Analytica in London. Bild: AFP

Ein Wissenschaftler der Universität Cambridge soll sensible Facebook-Daten unrechtmäßig an die Firma Cambridge Analytica weitergegeben haben. Nun hat sich Alekssandr Kogan erstmals in einem Interview zu dem Skandal geäußert.

          Der Wissenschaftler im Zentrum des Datenskandals um Facebook und Cambridge Analytica fühlt sich als Sündenbock missbraucht. Das sagte der Dozent für Neurowissenschaft an der Universität Cambridge, Aleksandr Kogan, in einem BBC-Interview am Mittwoch. „Ehrlich, wir dachten, wir handeln vollkommen angemessen. Wir dachten, wir tun etwas völlig Normales.“ Sein einziger Fehler sei gewesen, nicht genug Fragen gestellt zu haben, sagte Kogan.

          Facebook beschuldigt den Wissenschaftler, Daten, die mithilfe einer Umfrage in dem Sozialen Netzwerk zu Forschungszwecken gesammelt wurden, unrechtmäßig an die Beratungsfirma Cambridge Analytica weitergegeben zu haben. Cambridge Analytica steht unter dem Verdacht, Millionen von Wähler in den Vereinigten Staaten per Facebook gezielt mit unerlaubter Wahlwerbung für Donald Trump beeinflusst zu haben.

          Beide Unternehmen sind inzwischen ins Visier von Ermittlungsbehörden in den Vereinigten Staaten und Großbritannien geraten. Der Chef von Cambridge Analytica, Alexander Nix, wurde suspendiert, nachdem herauskam, dass er vor verdeckten Reportern mit Erpressungsversuchen von Wahlkandidaten geprahlt hatte.

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