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Galaxy Fold : Samsung muss bei seinem Falt-Handy nachbessern

Noch gibt es das Falthandy nicht zu kaufen. Bild: AP

Der südkoreanische Elektronikkonzern tritt auf die Notbremse. Das faltbare Handy Galaxy Fold geht später als geplant in den Verkauf. Zunächst will Samsung den Displayschutz verbessern.

          Wegen technischer Schwierigkeiten verschiebt der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics den Verkaufsbeginn des neuen faltbaren Handys Galaxy Fold nach hinten. Man wolle das neue Verkaufsdatum in den kommenden Wochen bekanntgeben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Samsung tritt damit auf die Notbremse. Erst vergangene Woche hatten Technikjournalisten in Amerika bei Testgeräten des Galaxy Fold schon nach wenigen Tagen grobe Mängel gefunden.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Das Galaxy Fold, das sich von dicklicher Handy-Größe zu einem kleinen Tablet-Rechner auffalten lässt, ist der Versuch des Marktführers im Smartphone-Geschäft, mit einer neuen Form ein sich abschwächendes Geschäft zu beleben. Viele Kunden nutzen auch wegen deutlich steigender Preise ihre Smartphones länger als früher. Ob das fast 2000 Dollar teure Galaxy Fold das Mittel gegen die um sich greifende Upgrade-Müdigkeit ist wird sich zeigen. Neben Samsung stehen auch andere Hersteller aus China und Südkorea kurz vor der Markteinführung von faltbaren Handys.

          In Deutschland war Markteinführung für Mai geplant

          Das Gerät brauche weitere Verbesserungen, um die bestmögliche Nutzererfahrung sicherzustellen, erklärte Samsung. Technikjournalisten hatten von ausfallenden Displays und Beulen in der Displayfalz berichtet, was auf Schäden in dem Klappmechanismus hindeutete. Samsung vermutet nach ersten Untersuchungen, dass die Schäden durch Stoßeinfluss an den Endpunkten des Scharniers entstanden. In einem Fall hätten auch Substanzen innerhalb des Geräts die Leistung des Bildschirms beeinträchtigt. Samsung kündigte an, den Displayschutz bei den Geräten verstärken zu wollen. Diese Beschreibungen lassen vermuten, dass es sich nach derzeitigem Stand nicht nur um Produktionsfehler handelt.

          Bislang gibt es keine Anzeichen, dass der verzögerte Verkaufsbeginn des Galaxy Fold sich zu einem ähnlichen Debakel wie das brandgefährliche Samsung Note 7 entwickelt. Das damalige Spitzenmodell hatte Samsung 2016 nach nur wenigen Wochen komplett aus dem Verkauf genommen, weil manche Geräte sich selbst entzündeten und in Brand gerieten. Das Galaxy Fold sollte eigentlich von Freitag an in den Vereinigten Staaten verkauft werden. In Deutschland war die Markteinführung für den Mai geplant.

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