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Öko-Suchmaschine Ecosia : RWE will auf Kaufangebot für Hambacher Forst nicht antworten

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Der Wald im Rheinischen Braunkohlerevier wurde zum Symbol für den Protest gegen Kohleverstromung. Bild: dpa

Nach dem Rodungsstopp will das Öko-Digitalunternehmen Ecosia RWE den Hambacher Forst abkaufen. RWE will darauf noch nicht mal antworten.

          Nach dem vorläufigen Rodungsstopp im Hambacher Forst wollen die Betreiber der Suchmaschine Ecosia dem Energiekonzern RWE den Wald abkaufen. Ein Angebot über eine Million Euro für die verbliebenen 200 Hektar Wald hat das im Umweltschutz engagierte Digitalunternehmen an diesem Dienstagmorgen an RWE geschickt und auf seiner Internetseite veröffentlicht.

          RWE wollte zu der Ecosia-Offerte nicht Stellung nehmen. „Dieses Angebot kommentieren wir nicht und werden darauf auch nicht reagieren – das Angebot spricht für sich selbst“, erklärte ein Konzernsprecher in Essen.

          Das Angebot sei gültig bis zum 31. Oktober, heißt es in dem Ecosia-Schreiben an RWE-Chef Rolf Martin Schmitz. RWE hatte einen Großteil des verbliebenen Waldes abholzen wollen, um Braunkohle zu baggern, dagegen gab es viel Protest. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hatte am vergangenen Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp verfügt.

          „Interessenausgleich zwischen RWE und der Bevölkerung“

          „Wir denken, dass so ein fairer Interessenausgleich zwischen RWE und der Bevölkerung gefunden werden kann, und verpflichten uns mit dem Kauf der Fläche, die ökologischen und gesellschaftlichen Interessen gemeinsam mit Organisationen zu verfolgen, die sich für den Schutz des Forsts eingesetzt haben und sich dem Naturschutz widmen“, schreibt Ecosia-Geschäftsführer Christian Kroll an Schmitz.

          Die Suchmaschine hat nach eigenen Angaben acht Millionen Nutzer. Die Einnahmen von Anzeigenkunden verwendet das Unternehmen nach eigenen Angaben dafür, Bäume zu Pflanzen. Zudem würden Rücklagen gebildet, sagte Génica Schäfgen von Ecosia. Aus diesen Rücklagen wolle man den Hambacher Forst kaufen.

          Der Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen ist für viele zu einem Symbol für den Widerstand gegen die klimaschädliche Stromgewinnung aus Kohle geworden. Ecosia geht dem Angebot zufolge davon aus, dass die in RWE aufgegangene Rheinbraun in den Siebzigerjahren umgerechnet rund 500.000 Euro für den Wald gezahlt hat.

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