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Museumsprojekt in Seoul : Ein Bautrupp aus Robotern, Drohnen und 3D-Druckern

Hier haben die Roboter noch ein bisschen zu tun, bevor sie mit dem Museum fertig sind. Bild: MAA

Seoul steht für High-Tech: Schnelles Internet, faltbare Smartphones. Jetzt plant die Stadt ein Robotermuseum. Dabei soll der Bau gleich die erste Ausstellung sein.

          Seoul ist eine High-Tech-Stadt. Das Internet ist so schnell wie sonst fast nirgends auf der Welt. Der Flughafen wird immer wieder zum besten der Welt gekürt. E-Sports ist hier ein Massenphänomen. Und mit LG und Samsung haben zwei der größten Digitalunternehmen der Welt ihren Sitz in Seoul. Eines davon hat gerade das erste faltbare Smartphone der Welt vorgestellt.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Es passt also ins Bild, dass die Stadt Seoul ein „Robot Science Museum“ plant. Und es passt noch viel besser ins Bild, dass die erste Ausstellung ein technologisches Spektakel werden dürfte: Denn das Museum soll von Robotern gebaut werden – zumindest teilweise.

          Auf Bildern erinnert das Äußere des Museums an ein Ei, Berichten zufolge wird es verkleidet mit metallenen, gebogenen Platten. Roboter sollen die Platten zurechtbiegen, anbringen, verschweißen und polieren, berichtet das Architekturmagazin archdaily.com.

          Andere Roboter sollen Kunstobjekte, die auf dem Gelände vor dem Museum ausgestellt werden, mithilfe von 3D-Druckern herstellen. Derweil soll das Gelände mithilfe von Drohnen kontrolliert werden.

          Die Roboter haben ihre Arbeit getan und das Robotermuseum fertiggestellt. Bilderstrecke

          Gewonnen hat die Ausschreibung das Architekturbüro „Melike Altinisik Architects“ (MAA) aus Istanbul. MAA schreibt auf seiner Webseite, die Bauarbeiten der Roboter sollen Anfang 2020 beginnen und bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Das Museum solle helfen, das Interesse der Bevölkerung für Roboter zu wecken und Roboter-Wissen vermitteln. Damit werde das Museum Wissenschaft, Technologie und Innovation gesellschaftlich vorantreiben.

          Das Museum soll in Chang-dong im Norden Seouls, etwa zehn Kilometer entfernt vom Stadtzentrum, aufgebaut werden. Chang-dong liegt unterhalb des Bukhansan-National-Parks, einem beliebten Reiseziel der Bevölkerung Seouls.

          Die südkoreanische Zeitung „Dong-A Ilbo“ nennt das Viertel eine „typische Schlafstadt im Norden Seouls“. Die Stadt plant der Zeitung zufolge ein Start-up-Zentrum im gleichen Viertel. Bis zu 2500 Leute sollen in zwei Hochhäusern leben und arbeiten und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Viertels beitragen.

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