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Elektroauto : Porsche erlebt einen Run auf den Taycan

Eines der wenigen Bilder des Taycans, aufgenommen im August 2018 in Stuttgart Bild: Picture-Alliance

Im September wird der rein elektrische Sportwagen überhaupt erst vorgestellt. Doch schon jetzt verbucht der Stuttgarter Autohersteller zehntausende Vorbestellungen. Die haben ihren Preis.

          Wie das Auto genau aussieht, weiß noch keiner – doch Porsche erlebt schon jetzt einen Run auf seinen Taycan. Es gebe schon mehr als 20.000 ernsthafte Kaufinteressenten für den ersten rein elektrischen Sportwagen aus Stuttgart, teilt Porsche mit: So viele Namen stünden schon auf  der Liste für ein Optionsprogramm. Mit einer Adressangabe ist es dabei nicht getan, vielmehr ist eine kräftige Anzahlung fällig, jedenfalls empfiehlt Porsche das seinen Händlern. In Europa ist eindeutig geregelt, dass 2500 Euro anbezahlt werden müssen. Im Gegenzug wird bei den künftigen E-Mobilisten die Vorfreude weiter geschürt, indem sie regelmäßig mit Informationshäppchen zum Taycan versorgt werden.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Kürzer wird das Warten dadurch aber nicht. Der Taycan wird überhaupt erst im September der Öffentlichkeit vorgestellt, bisher sind nur technische Details bekannt, die Optik ist noch ein Geheimnis. Wer vorher zufällig einen Porsche beim Stromladen erwischt, kommt auch nicht wirklich auf seine Kosten, weil die Autos – wie üblich in der Branche – so verklebt werden, dass das endgültige Design nicht zu erkennen ist.

          Die Auslieferung soll zum Ende des Jahres 2019 starten, heißt es in Stuttgart. Das bedeutet aber auch: selbst wer jetzt schon seine Anzahlung leistet, wartet  unter Umständen noch bis Weihnachten 2020 auf seinen Elektroporsche. Die  Kapazität für den Taycan, der in Stuttgart in einer eigens dafür gebauten Fabrik montiert wird, hatte Porsche anfangs auf 20.000 Stück pro Jahr ausgelegt. Und in einer neuen Fabrik ein neues Modell mit neuer Technologie zu fertigen führt normalerweise zu einer eher flachen Anlaufkurve – sprich: im ersten Jahr wird die eigentliche Kapazität noch gar nicht erreicht.

          „Wir gehen davon aus, dass man die Kapazität noch weiter erhöhen muss“, heißt es jetzt bei der Porsche AG. Beschlüsse dazu gibt es aber noch nicht. Wem das Warten dann doch zu lang dauert, muss seine Anzahlung aber nicht verloren geben. Porsche sagt zu, das Geld zurück zu erstatten, falls man sich anders entscheidet.

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