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Vor Börsengang : Pinterest legt Zahlen offen

  • Aktualisiert am

Die Pinterest-App ist zuhause auf vielen Smartphone-Homescreens. Bild: dpa

Dass etwa eine Viertelmilliarde Menschen die Bilderpinnwand nutzen, war schon bekannt. Aber wie viel Umsatz Pinterest macht, und was unterm Strich steht, gab das Unternehmen jetzt erst bekannt.

          Die Online-Foto-Plattform Pinterest treibt die Vorbereitungen für ihren Börsengang voran. Das Start-up aus San Francisco will seine Aktien unter dem Tickerkürzel „PINS“ an der New York Stock Exchange listen lassen, wie aus dem am Freitag bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereichten Wertpapierprospekt hervorgeht.

          Erstmals legte das 2008 gegründete Unternehmen in dem Antrag seine Geschäftszahlen offen: 2018 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 755,9 Millionen Dollar. Pinterest schreibt rote Zahlen, der Verlust wurde jedoch verglichen mit dem Vorjahr von 130 Millionen auf 63 Millionen Dollar verringert.

          Visuelle Suchmaschine

          Im vierten Quartal brachte es Pinterest auf 265 Millionen monatlich aktive Nutzer. Der Fotodienst versteht sich als eine Art visuelle Suchmaschine, in der Nutzer nach Ideen etwa für die Inneneinrichtung oder Urlaube suchen und Bilder zu ihren Interessen finden können. Geld nimmt Pinterest vor allem durch Werbeanzeigen ein. Mit dem Erlös aus der Neuemission will Pinterest nach früheren Angaben weiter in maschinelles Lernen und visuelle Suchtechnologien investieren.

          Wie viel Geld das Unternehmen beim Börsengang bei Anlegern einsammeln will, ist noch unklar. Im Wertpapierprospekt steht zunächst nur ein Platzhalterbetrag von 100 Millionen Dollar. Bei der jüngsten Finanzierungsrunde wurde die Firma mit rund zwölf Milliarden Dollar bewertet. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Januar unter Berufung auf Insider berichtet, dass der Erlös bei der Erstnotierung ein Volumen von etwa 1,5 Milliarden Dollar haben könnte.

          Auch eine Reihe anderer prominenter Unternehmen plant noch in diesem Jahr den Gang an die Wall Street, dazu gehören etwa der Fahrdienst Uber, dessen Konkurrent Lyft und der Ferienwohnungen-Vermittler Airbnb. Am Donnerstag war der Jeanshersteller Levi Strauss nach 30-jähriger Abwesenheit an die New Yorker Börse zurückgekehrt.

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