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5G-Ausbau : Niederländischer Telekomkonzern schließt Huawei aus

  • Aktualisiert am

Das KPN-Logo an der Konzernzentrale in Rotterdam Bild: Reuters

Als einer der ersten Anbieter Europas verzichtet die niederländische KPN bei dem Aufbau eines 5G-Netzes auf Technologie von Huawei. Sie will dadurch „lebenswichtige Infrastruktur“ schützen.

          Der größte niederländische Telekomkonzern KPN will beim Aufbau des neuen Mobilfunkstandards 5G auf Technologie des chinesischen Unternehmens Huawei verzichten. Diese Entscheidung spiegele „die sich entwickelnde Bewertung zum Schutz der lebenswichtigen Infrastruktur“ wider, erklärte das Unternehmen am Freitag. Es ist damit eines der ersten in Europa, das beim Aufbau der nächsten Mobilfunkgeneration auf den chinesischen Netzwerkausrüster verzichtet.

          Die Vereinigten Staaten fordern den Ausschluss von Huawei bei 5G-Netzen. Sie werfen dem Konzern vor, seine Technologie, die auf der ganzen Welt in Mobilfunknetzen eingesetzt wird, zur Spionage auszunutzen. Die EU-Kommission hat dagegen den Mitgliedstaaten vorgeschlagen, nicht grundsätzlich auf 5G-Ausrüstung von Huawei zu verzichten. Nach Reuters-Informationen will Großbritannien auf die Dienste von Huawei in den Kernbereichen der neuen 5G-Netzen verzichten.

          KPN will grundsätzlich weiter mit Huawei zusammenarbeiten. Die Chinesen sollen etwa bestehende Mobilfunkanlagen aufrüsten. „Diese vorläufige Vereinbarung kann angepasst oder rückgängig gemacht werden, um sie an die künftige Politik der niederländischen Regierung anzupassen“, betonte das Unternehmen. Diese hat eine Task Force eingerichtet zur Analyse der „Anfälligkeit von 5G-Telekommunikationsnetzen für Missbrauch durch Technologieanbieter (...) und Maßnahmen, die zum Risikomanagement erforderlich sind“.

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