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Mobilitätswende : Mit Vollgas ins Elektroauto-Dilemma

  • -Aktualisiert am

Bisher ist die Nachfrage nach E-Autos gering. Bleiben sie ein Ladenhüter? Bild: dpa

Es wäre zu begrüßen, wenn in die Diskussion über die Zukunft des Diesels Vernunft einzöge. Jetzt setzt die Regierung auf Subventionierung. Dass es so weit gekommen ist, zeigt, wie desaströs das von Technikkenntnissen offenkundig freie Vorgehen der Politiker ist.

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          Wer heute ein Elektroauto kauft, findet alles prima. Lange Ladezeiten, kurze Reichweiten, hohe Preise und karge Ausstattung stören frühe Kunden nicht. Aber das sind nicht die Kunden von morgen. Die sind keine Enthusiasten, die sich mit Ärgernissen und Einschränkungen abfinden. Die Kunden von morgen wollen zuverlässige individuelle Mobilität, die unter allen Umständen funktioniert, die bequem ist, praktisch in der Handhabung und bezahlbar. Das Elektroauto im Jahre 2019 erfüllt keines dieser Kriterien, und ob es diese jemals erfüllen wird, darüber zerstreitet sich jetzt sogar die Autoindustrie selbst.

          Die Führungsetagen von Mercedes-Benz und BMW blicken fassungslos nach Wolfsburg, wo der Vorsitzende von Volkswagen nach planwirtschaftlicher Begleitung durch den Staat ruft. Herbert Diess tut dies mit der nicht ganz von der Hand zu weisenden Begründung, die Politik habe der Industrie eine überzogene Abgasgesetzgebung eingebrockt, nun müsse sie die Folgen abfedern helfen. Subventionen und Sonderregelungen wären recht; die stets hochgehaltene Technologieoffenheit möge die Regierung bitte auch preisgeben.

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