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Computerspielemesse : Gamescom expandiert nach Singapur

Verkleidete Menschen auf der Eröffnungsfeier der Gamescom im Jahr 2017 in Köln Bild: AFP

Seit zehn Jahren pilgern hunderttausende Besucher nach Köln auf die Computerspielemesse Gamescom. Jetzt bekommt die Veranstaltung einen asiatischen Ableger.

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          Die Kölner Computerspielemesse Gamescom bekommt einen Ableger in Singapur. Mit der Gamescom Asia solle eine jährliche Plattform für Spieleentwickler und Spieleveröffentlichungen mit asiatischer Ausrichtung etabliert werden, kündigte Kölnmesse-Geschäftsführer Gerald Böse an. Asien als der am schnellsten wachsende Markt für Computerspiele sei der ideale Standorte für eine Satellitenveranstaltung zur Gamescom, gab er sich überzeugt.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Erstmals stattfinden soll die asiatische Ausgabe vom 15. bis 18. Oktober 2020. Zum Auftakt rechnet Böse mit rund 30.000 Besuchern. Hierzulande gehört die seit zehn Jahren in Köln veranstaltete Gamescom mit zuletzt 370.000 Gästen und rund 1000 Ausstellern zu den größten Messen der Bundesrepublik.

          Im laufenden Jahr will Kölnmesse erstmals die Marke von 400 Millionen Euro Umsatz überspringen. Nach einem guten Auftakt seien die Vorzeichen durchweg positiv, berichtete Finanzgeschäftsführer Herbert Marner. Im vergangenen, vom Messeturnus her schwächeren Jahr setzte die Messegesellschaft mit 337,4 Millionen Euro knapp ein Viertel mehr um als im Vergleichsjahr 2016. Am stärksten entwickelten sich die Möbelmesse IMM, die Büromöbelmesse Orgatec, die Internationale Eisenwarenmesse und die Anuga Foodtec, eine Fachmesse für die Lebensmittelindustrie.

          Dass der Konzerngewinn auf den Rekordwert von 53,4 Millionen Euro kletterte, ist vor allem auf die Auflösung von Rückstellungen für Mietzahlungen in Höhe von rund 40 Millionen Euro zurückzuführen. Der jahrelange Streit um die Nordhallen war Ende 2018 mit einem Vergleich beendet und ein neuer Mietvertrag zu reduzierten Konditionen geschlossen worden.

          Bis 2022 will der flächenmäßig drittgrößte deutsche Messeplatz nach Hannover und Frankfurt rund 50 Millionen Euro in die Digitalisierung investieren. So wird das gesamte Gelände mit einem digitalen Informations- und Leitsystem ausgestattet. Auch der Verkehr rund um die Messe soll mit Hilfe digitaler Technik besser gesteuert werden, um Staus zu vermeiden und die Emissionen zu verringern. Für die innerhalb der Umweltzone gelegene Kölnmesse könne ein mögliches Dieselfahrverbot ohne weitreichende Ausnahmegenehmigungen „existenzbedrohend“ sein, warnte Böse.

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