https://www.faz.net/-gqe-9h8im

Merkel zu Deutschlands Zukunft : „Alles was digitalisierbar ist, wird auch digitalisiert“

  • Aktualisiert am

Mensch und Maschine: Die Kanzlerin hat sich auf der Hannover Messe in diesem Jahr wichtige Fortschritte in der Robotik angesehen. Bild: dpa

Deutschland muss führend auf der Welt sein, wenn es um Künstliche Intelligenz geht, sagt die Kanzlerin. Und zieht einen dramatischen Vergleich.

          Deutschland muss nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine führende Rolle in de Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) einnehmen. „Wenn wir (...) Wachstum haben wollen, damit auch neue Arbeitsplätze und auch Wohlstand für uns alle, dann müssen wir vorne mit dabei sein im Bereich der Künstlichen Intelligenz“, sagte Merkel am Sonntag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast.

          Kurz vor dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Nürnberg betonte sie: „Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und das bedeutet, alles was digitalisierbar ist, wird auch digitalisiert werden.“ Die Kanzlerin verglich die Gestaltung der Digitalisierung mit der Einführung der Sozialen Marktwirtschaft. „So, wie es die Soziale Marktwirtschaft seit 70 Jahren war, wollen wir auch Wirtschaft in Zeiten der Digitalisierung so gestalten, dass sie dem Menschen dient.“

          Der Digitalgipfel an diesem Montag und Dienstag steht unter dem Motto „Künstliche Intelligenz – ein Schlüssel für Wachstum und Wohlstand“. Neben der Kanzlerin und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben sich eine Reihe von Bundesministern angekündigt.

          Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie dieses Jahrhunderts. Einerseits verdienen amerikanische und chinesische Internetunternehmen mittlerweile Milliarden damit, schlaue Software mit großen Datenmengen und schnelleren Rechnern zu kombinieren. Andererseits ist in den allermeisten Branchen noch nicht entschieden, wer sich durchsetzen wird – besonders in der Industrie räumen Fachleute gerade Deutschland Chancen ein.

          Die von der Regierung in Berlin unlängst vorgelegte KI-Strategie sieht Investition des Bundes in Höhe von drei Milliarden Euro bis 2025 vor. Sie sei Teil einer ressortübergreifenden Strategie zu dem Thema, sagte Merkel. „Durch Hebeleffekte werden diese Gelder natürlich mindestens verdoppelt.“ Außerdem werde man Sorge tragen, dass sich die Kompetenzen in Forschung und Produktion miteinander vernetzen.

          Weitere Themen

          „Heimat hat mit Offenheit zu tun“ Video-Seite öffnen

          Göring-Eckardt im Interview : „Heimat hat mit Offenheit zu tun“

          Eine ökologische Partei muss über das Thema Heimat reden, sagt Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt im Videointerview auf der „Denk ich an Deutschland“-Konferenz – und erklärt, warum Deutschland nur stark sein wird, wenn es europäisch denkt.

          Showtime für Apple

          Konkurrenz für Netflix? : Showtime für Apple

          Der Elektronikkonzern aus Amerika stellt an diesem Montag sein neues Unterhaltungs- und Nachrichtenangebot vor. Apple will damit eines seiner wachstumsstärksten Geschäfte ausbauen.

          Topmeldungen

          Donald Trump am Sonntag am Flughafen in West Palm Beach.

          Nach dem Mueller-Bericht : Der fragwürdige Triumph des Donald Trump

          Amerikas Präsident jubelt über die Ergebnisse des Reports von Sonderermittler Mueller. Zumindest bei einem Thema ist der Bericht allerdings uneindeutig. Doch die Trump-Gegner laufen Gefahr, sich zu verrennen.
          Apple macht immer mehr Umsätze mit Dienstleistungen und Software.

          Konkurrenz für Netflix? : Showtime für Apple

          Der Elektronikkonzern aus Amerika stellt an diesem Montag sein neues Unterhaltungs- und Nachrichtenangebot vor. Apple will damit eines seiner wachstumsstärksten Geschäfte ausbauen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.