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Spielwaren : Lego will mehr Digitales in die Bauklötzchen-Welt bringen

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Niels Christiansen, Geschäftsführer des dänischen Spielzeugherstellers Lego, auf der Spielwarenmesse 2019. Bild: dpa

Der Spielzeughersteller Lego will seine Produkte mit technischen Innovationen aufmotzen. Außerdem sollen die Klötzchen künftig aus pflanzlichem Polyethylen hergestellt werden, das aus Zuckerrohr gewonnen wird.

          Der dänische Bauklötzchen-Hersteller Lego will bei seinen Produkten stärker auf Digitalisierung setzen. Im Haus werde etwa mit Anwendungen für Augmented Reality (AR) experimentiert, sagt Lego-Chef Niels Christiansen. In der sogenannten erweiterten Realität werden erdachte Gegenstände auf dem Bildschirm in die reale Umgebung eingefügt.

          Viele Lego-Produkte seien bereits mit technischen Spielereien ausgerüstet, beispielsweise fernsteuerbar oder mit Motoren ausgestattet. „Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser für uns nutzen“, so Christiansen, der den Konzern seit 2017 leitet. Physisches Spielen werde allerdings nicht verschwinden. „Kinder mögen beides, in ihrer Welt verschmilzt analoges und digitales Spielen.“

          Künftig will Lego bei der Herstellung seiner Bauklötzchen auf pflanzliches Polyethylen zurückgreifen, das aus Zuckerrohr gewonnen wird. „Wir sind dabei, unsere Produkte nachhaltig zu machen“, sagt Christiansen. Ziel sei, dies bis zum Jahr 2030 zu erreichen.

          Mehr als die Hälfte aller Produkte wird jährlich ausgetauscht

          Zum Innovationswillen gehöre auch, dass Lego jedes Jahr 60 Prozent seiner Produkte auswechsele. „Das machen nicht viele Unternehmen“, sagt Christiansen. Erfolgreich seien vor allem die Produktreihen Technic, Ninjago, Creator und Classic.

          Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz des dänischen Spielwarenherstellers in Deutschland nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens NPD-Group um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Legos Marktanteil in Deutschland betrug demzufolge im vergangenen Jahr 17,2 Prozent, 0,4 Prozentpunkte mehr als 2017.

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