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Mobilität : Roller-Feldversuch

Marcel Hutfilz, Geschäftsführer von Scooterhelden Berlin, fährt mit einem E-Scooter auf der Straße. Bild: dpa

Mindestalter, Führerschein und Helmpflicht – oder gar ein Rollerverbot: All diese Konsequenzen könnten am Ende des Feldversuchs mit den E-Scootern stehen.

          Der große Feldversuch kann beginnen: Bald werden Menschen auf elektrischen Tretrollern, den „E-Scootern“, sich ihre Wege durch die belebten Innenstädte bahnen. Berlin, Frankfurt oder München werden im Sommer ein wenig so aussehen wie Wien, Barcelona oder Tel Aviv. Am Freitag hat der Bundesrat die E-Scooter-Verordnung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gebilligt.

          Zum Glück für Deutschlands Fußgänger konnten die Länder den CSU-Minister im letzten Moment davon abbringen, die modernen Gefährte auf Fußwegen zuzulassen. Ihr Vorteil: Sie sind (lokal) emissionsfrei und nehmen weniger Platz weg als ein Auto. Doch niemand vermag zu sagen, ob die E-Roller einigermaßen sicher ihren Platz im Straßenraum finden werden – oder ob der Stress für alle Verkehrsteilnehmer zunimmt.

          Die Erfahrungen anderswo stimmen skeptisch. Wer einmal so ein Elektrokleinstfahrzeug getestet hat, weiß: Rollerfahren ist kein Kinderspiel. Schon kleine Unebenheiten auf Wegen, die ein Radler glatt meistert, bringen einen ins Straucheln. Mindestalter, Führerschein und Helmpflicht – oder gar ein Rollerverbot: All diese Konsequenzen könnten am Ende des Feldversuchs stehen.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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