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Technik-Kommentar : Die Drohnen-Gefahr

  • -Aktualisiert am

Wer darf eigentlich eine Drohne, die in die Einflugschneise gelenkt wird, vom Himmel holen? Die Regeln dafür sollten in Deutschland nachgebessert werden - bevor etwas Schlimmes passiert.

          Ein Auto, das zu schnell unterwegs ist, lässt sich über das von der Blitzanlage fotografierte Nummernschild leicht ermitteln. Eine Drohne, die zu nah in die Einflugschneise gerät, ist hingegen längst davon geschwebt, bevor Sicherheitskräfte vor Ort sind. Die Kennzeichnungsplakette auf Drohnen macht das Auffinden eines Unfallverursachers leicht – allerdings erst dann, wenn etwas passiert ist.

          Dazu ist es in Deutschland glücklicherweise noch nicht gekommen. Zwar gibt es seit dem vergangenen Jahr eine Drohnen-Verordnung, die mit Verboten dem freien Flug für freie Bürger eine Absage erteilt.

          Im vorbeugenden Schutz wirkt das Regelwerk aber erschreckend löchrig. Was bringt ein Kennzeichen auf einem Flugobjekt, wenn es im Moment des Regelverstoßes niemand lesen kann? Und wer darf eigentlich eine Drohne, die in die Einflugschneise gelenkt wird, vom Himmel holen, wenn Flughafenbetreibern jegliche Befugnis dafür fehlt?

          Es ist richtig, nicht jede Drohne zu verteufeln. Handelsübliche Flugobjekte unter 250 Gramm gelten zurecht als Spielzeug, die wegen der begrenzten Reichweite der Funksteuerung kaum der Luftfahrt gefährlich werden können. Doch es gibt mittlerweile viele größere Drohnen. Für sie sind schärfere Regeln wie ein vorgeschriebener Peilsender mehr als sinnvoll. Hier sollte nachgebessert werden – bevor etwas Schlimmes passiert.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

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