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Neues Portal gestartet : Wie Sie herausfinden, was Apple über Sie weiß

  • -Aktualisiert am

Apple gilt in Sachen Datenschutz als vorbildlicher als die Konkurrenz. Bild: EPA

Auch Apple reagiert auf die neuen Datenschutzregeln der EU. iPhone-Besitzer können jetzt ihre nutzerbezogenen Daten anfordern. So geht’s.

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          Kurz vor Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung geht jetzt auch der Elektronikkonzern Apple deutlich transparenter mit Daten von Nutzern um. Auf einer eigenes geschaffenen Internetseite können Nutzer ihre personenbezogen Daten zur Einsicht anfordern. Bis sie tatsächlich zum Herunterladen zur Verfügung stehen, kann allerdings bis zu eine Woche vergehen. Die Funktion steht vorerst nur europäischen Nutzern zur Verfügung, soll aber offenbar in den kommenden Monaten auch auf alle anderen Nutzer ausgedehnt werden.

          Das Anfordern der Daten geht über eine Website (direkter Link hier) und funktioniert folgendermaßen: Nach der Anmeldung per Apple-ID können Nutzer zunächst eine oder mehrere von 15 Diensten auswählen, deren Daten sie einsehen möchten. Darunter fallen etwa Informationen zum App- oder iTunes-Store, zum genutzten Gerät und zu den in iCloud gespeicherten Informationen wie Kalender, Kontakte, Notizen und Lesezeichen. Auch die Kategorie „Andere Daten“ steht zur Auswahl. Separat führt Apple Dienste auf, die größeren Speicherplatz belegen, also etwa die Daten, die unter den E-Mail-Adressen der Nutzer hinterlegt sind, oder die in der iCloud gespeicherten Fotos und anderen Dateien.

          Im nächsten Schritt können Nutzer die Datenmenge in mehrere Teile portionieren, die sie herunterladen möchten. Apple verspricht, die Nutzer per E-Mail zu informieren, sobald die Informationen zum Download als .csv-Dateien bereitstehen – das kann aber bis zu sieben Tage dauern. Über das Portal haben Nutzer ebenfalls die Möglichkeit, ihre Apple-ID vorübergehend deaktivieren oder vollständig löschen zu lassen. Das geht allerdings erst nach einer Wartefrist.

          Apple

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          Die neuen Datenschutzregeln der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), zwingen Unternehmen in der Europäischen Union dazu, Nutzer besser zu informieren, wie ihre Daten verarbeitet werden, und sie notfalls zu löschen. Außerdem werden Unternehmen gezwungen – und das ist wirklich neu – diese Daten in einem „strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format“ zu übermitteln. Auch das soziale Netzwerk Facebook bietet die Möglichkeit, sein persönliches Archiv herunterzuladen.

          Apple wird häufig dafür gelobt, Daten von Nutzern besser zu schützen als die großen Tech-Konkurrenten. Erst vor wenigen Tagen distanzierte sich der Chef Tim Cook von seinen Mitstreitern. Sein Unternehmen werde in Sachen Datenschutz „einen anderen Weg“ einschlagen. „Wir lehnen die Vorstellung ab, dass man nur dann das Beste aus der Technologie rausholen kann, wenn wir dafür euer Recht auf Privatsphäre eintauschen. Wir wählen deshalb einen anderen Weg: Wir wollen so wenig Daten wie möglich sammeln und sorgfältig und respektvoll sein, wenn sie (die Privatsphäre) in unserer Obhut ist. Weil uns bewusst ist, dass die Daten euch gehören“, sagte Cook in einer Rede an der amerikanischen Duke University im Bundesstaat North Carolina.

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