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Nächste Disruption : Jetzt kauft Amazon eine Internet-Apotheke

  • Aktualisiert am

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist durch seine Idee der reichste Mensch der Welt geworden. Bild: dpa

Pillen von Jeff Bezos: Sein Online-Händler geht den nächsten Schritt auf dem wichtigsten Gesundheitsmarkt. Anleger sorgen sich – aber nicht um ihn.

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          Amazon steigt mit der Übernahme der amerikanischen Internet-Apotheke Pillpack in den Medikamentenhandel ein. Pillpack spezialisiert sich auf die Betreuung von Patienten, die Arzneimittel auf Rezept bekommen – die Firma stellt die Medikamente zusammen und organisiert den Versand. Amazon nannte am Donnerstag keinen Kaufpreis.

          Der Online-Riese war indessen wohl nicht der einzige Interessent: Im April hatte der Fernsehsender CNBC berichtet, PillPack stehe vor der Übernahme durch den Supermarkt-Betreiber Walmart. Der Preis liege unterhalb der Marke von einer Milliarde Dollar, hieß es damals unter Berufung auf informierte Personen. Walmart baut gerade massiv sein Online-Geschäft aus, um Amazon Paroli zu bieten.

          Die Übername schreckte Anleger an der Börse auf: Anteile an der Apotheken-Kette Walgreens Boots Alliance verbilligten sich vorbörslich um 10 Prozent, Titel des Wettbewerbes CVC Health um 9 Prozent.

          Dieser Kauf ist zudem nicht der einzige Schritt, den Amazon in den Gesundheitsmarkt unternimmt. Unlängst kündigte Unternehmensgründer Jeff Bezos gemeinsam mit dem berühmten Investor Warren Buffett und dem Vorstandsvorsitzenden der Großbank JP Morgan, Jamie Dimon, an, die Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter zu verbessern und zunehmend selbst in die Hand zu nehmen.

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