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Angst vor Spionage : Jetzt verbietet auch Japan Regierungsaufträge für Huawei und ZTE

  • Aktualisiert am

Huawei darf auch für die japanische Regierung nicht mehr arbeiten. Bild: Reuters

Inmitten der Affäre um seine Finanzchefin muss Huawei einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Auch die japanische Regierung will nicht mehr mit dem chinesischen Unternehmen zusammenarbeiten.

          Die japanische Regierung will Insidern zufolge keine Lieferverträge mehr mit den chinesischen Telekommunikationskonzernen Huawei und ZTE abschließen. Ein entsprechendes Verbot für Regierungsbehörden sei geplant, sagten eine mit dem Vorgang direkt vertraute Person und eine weitere, die darüber informiert wurde, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

          Die Zeitung „Yomiuri“ hatte über das Vorhaben zuerst berichtet. Demnach werde die Regierung womöglich am Montag ihre internen Beschaffungs-Vorschriften überarbeiten als Teil ihrer Bemühungen, Geheimdienst-Lecks und Cyberangriffe zu verhindern.

          In den westlichen Industriestaaten steht Huawei schon länger am Pranger: Sie befürchten eine Einflussnahme durch die Regierung in Peking, Spionage und Störung der nationalen Netze. Zuletzt forderte Amerika verbündete Staaten dazu auf, insbesondere bei dem jetzt anlaufenden Ausbau des super schnellen 5G-Netzes auf Huawei-Technologie zu verzichten. Ein entsprechendes Embargo wurde zuletzt von Neuseeland, Australien und Großbritannien verhängt. 

          Die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou war am Samstag nach Aufforderung der amerikanischen Behörden im kanadischen Vancouver festgenommen worden. Hintergrund der Festnahme sind Insidern zufolge unter anderem mutmaßliche Verstöße gegen Iran-Sanktionen Amerikas. Ähnliche Sanktionsverstöße brachten in der Vergangenheit bereits dem zweitgrößten chinesischen Netzwerkbauer ZTE scharfe Auflagen und ein zwischenzeitliches Lieferverbot in den Vereinigten Staaten ein.

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