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Umtriebiger Investor : SAP ohne Tabus

SAP-Chef Bill McDermott im Januar in Walldorf Bild: EPA

Mit Elliott-Chef Paul Singer und SAP-Chef Bill McDermott haben sich zwei New Yorker Manager mit gleichsam großem Ego gefunden. Bei dem deutschen Softwarekonzern wird kein Stein auf dem anderen bleiben.

          Sie sind beide Amerikaner, sie kommen beide aus New York, und sie sind beide dafür bekannt, ihr Licht nicht gerade unter den Scheffel zu stellen: Paul Singer von Elliott Management und Bill McDermott, Vorstandsvorsitzender des deutschen Softwarehauses SAP. Mit dem 1,2 Milliarden Euro teuren Einstieg von Elliott dürfte es für SAP nun etwas ungemütlicher werden.

          Denn Singer wird mit seiner Truppe in gewohnter Manier viele Steine umdrehen. Sein Ziel: SAP gewinnträchtiger zu machen, den Aktienkurs der Walldorfer Softwareschmiede weiter zu steigern und sich seine Investition so letztendlich versilbern zu lassen.

          McDermott seinerseits hatte die Neuausrichtung schon vor Jahren angestoßen. Im Januar legte er noch einmal nach. Er will SAP effizienter, produktiver und wettbewerbsfähiger auf den internationalen Märkten auftreten lassen. Und: Sein Ego ist kaum weniger klein als das von Singer. Stellenstreichungen, Verlagerungen von Geschäftsbereichen und der forcierte Ausbau des rasch wachsenden Cloud-Geschäfts sind auch für ihn kein Tabu.

          Dass er gerade an jenem Tag die Ergebnisprognosen anhebt, an dem Singer den Kauf seines Aktienpaketes bekannt gibt, ist kein Zufall. McDermott will seinem Gegenüber zeigen, dass er die Regeln der New Yorker Wall Street nicht nur kennt, sondern beherrscht.

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