https://www.faz.net/-gqe-9gscn

Löschen unechter Likes : Instagram geht härter gegen Fake-Follower vor

  • Aktualisiert am

Das Instagram-Logo am Hauptsitz in Menlo Park, Kalifornien. Bild: AP

Nach Facebook will auch der Fotodienst mehr darauf achten, dass hinter seinen Profilen echte Menschen stehen. Nutzer von reichweitensteigernden Apps müssen sich künftig in Acht nehmen.

          Der zu Facebook gehörende Fotodienst Instagram wird künftig härter gegen gefälschte Follower-Zahlen vorgehen. Die Plattform warnte ihre Nutzer am späten Montag, dass von automatisierten Apps erstellte Follower, Likes und Kommentare gelöscht werden. In den vergangenen Monaten waren Apps populär geworden, die eine höhere Aktivität auf den Profilen vortäuschen können.

          Nutzer mit mehr Followern können sich Hoffnungen machen, als sogenannte „Influencer“ (englisch für „(Zielgruppen-)Beeinflusser“) durchzugehen und vielleicht Werbedeals mit Marken zu schließen, deren Produkte sie dann gegen Bezahlung präsentieren.

          Suche mit Künstlicher Intelligenz

          Instagram will die künstlich aufgehübschten Profile mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz ausfindig machen. „Wir haben Machine-Learning-Tools entwickelt. die dabei helfen werden, Konten zu finden, die diese Dienste nutzen, und die unechte Aktivität zu entfernen“, schrieb der Fotodienst am Montag (Ortszeit) in einer Mitteilung.

          Nutzer, bei denen unechte Likes, Follower oder Kommentare entfernt wurden, sollen darüber per Instagram-Nachricht informiert werden. Wenn sie weiterhin Drittanbieter-Apps benutzen, um ihre Reichweite zu erhöhen, werde „ihr Instagram-Erlebnis möglicherweise beeinträchtigt“, schrieb der Dienst.

          Facebook und Instagram löschen bereits in großem Stil falsche Konten, insbesondere nachdem diese eine Schlüsselrolle bei politischer Propaganda aus Russland während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs 2016 gespielt hatten. Allein im vergangenen Quartal löschte Facebook nach eigenen Angaben gut 750 Millionen gefälschte Accounts.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Klimaschutz : Vertraut nicht den Verboten!

          Im Kampf um das Klima gibt es viele Einzelideen. Sie versperren den Blick auf das Notwendige: ein sinnvolles Gesamtkonzept. Dafür gilt: Lieber gründlich als überhastet.
          Formiert sich gerade eine breite politische Front gegen Salvini? Der italienische Innenminister strebt weiter Neuwahlen an.

          Regierungskrise in Italien : Mit dem „Plan Ursula“ gegen Salvini?

          Der Streit um das Rettungsschiff „Open Arms“ dauert an – und in Rom wird weiter über Szenarien zur Überwindung der Regierungskrise spekuliert. Ein prominenter Politiker stellt sich nun hinter einen Plan zur Bildung einer breiten Front gegen den italienischen Innenminister.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.