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In puncto Datensicherheit : Fax schlägt E-Mail

Das Faxgerät ist eine schnelle Alternative, wenn die E-Mail aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht genutzt werden kann Bild: Patrick Slesiona

Anwälte, Ärzte, Krankenversicherer weigern sich immer häufiger, E-Mails zu verschicken – aus Gründen des Datenschutzes. Das gute alte Faxgerät erlebt ein Comeback.

          6 Min.

          Die E-Mail ist in der Krise. Das lässt sich nicht an den nackten Zahlen ablesen – die steigen stetig, auch weil immer unsinnigere Informationen auf den Weg gebracht werden: Bei Online-Bestellungen zum Beispiel ist der Hinweis, dass das Päckchen versandt wurde, bei weitem nicht mehr die einzige Nachricht; heutzutage wird der Kunde täglich über den weiteren Verlauf der Reise in Kenntnis gesetzt. Nein, dass die E-Mail in der Krise steckt, merkt man an kleinen Situationen wie diesen: Mit einem schnellen Anruf bei der Krankenversicherung wird um ein Antragsformular für die Pflegestufe gebeten.

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Der Mitarbeiter des Kölner Unternehmens zeigt sich kooperativ, der Antrag werde sogleich verschickt – auf dem Postweg. „Können Sie es nicht einfach per E-Mail verschicken?“, lautet die kühne Frage des Kunden. „Nein“, so die kategorische Antwort, „das ist aus datenschutzrechtlichen Gründen leider nicht möglich.“ Nur eine schnelle Alternative gibt es noch: das Fax-Gerät.

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