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Trotz Spionagevorwürfen : Huawei steigert Gewinn und Umsatz deutlich

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Der Rechtsvorstand von Huawei, Song Liuping, während der Pressekonferenz in Shenzhen Bild: AP

Der chinesische Elektronikkonzern Huawei wird von Washington mit Spionagevorwürfen überzogen. Seine Geschäfte laufen trotzdem ausgezeichnet.

          Der chinesische Telekom-Konzern Huawei hat ungeachtet von Spionagevorwürfen und des zunehmenden Drucks der amerikanischen Regierung im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Der Umsatz des Smartphone-Herstellers und Netzwerkausrüsters legte um ein Fünftel auf 95 Milliarden Euro zu, wie aus dem am Freitag vorgelegten Geschäftsbericht von Huawei hervorgeht.

          Der Gewinn des global agierenden Unternehmens aus dem südchinesischen Shenzhen stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel auf 7,8 Milliarden Euro. Einen großen Zuwachs verzeichnete Huawei im Endkundengeschäft, das auch dank starker Smartphone-Verkäufe um 45,1 Prozent zulegte. Leicht rückläufig entwickelte sich dagegen die Netzwerksparte, in der das Geschäft um 1,3 Prozent schrumpfte. Das könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die Vorwürfe der amerikanischen Regierung zumindest teilweise verfingen.

          In westlichen Industrienationen wird aktuell über einen Ausschluss von Huawei vom Aufbau der Netze für den superschnellen 5G-Mobilfunk diskutiert. Das liegt an Anschuldigungen aus Washington, Huawei stehe der chinesischen Regierung zu nahe und könne von Behörden des Landes zur Zusammenarbeit gezwungen werden. Die Befürchtungen dabei reichen von Spionage in den Netzen bis hin zur Sabotage. Huawei hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

          „In Zukunft werden wir alles tun, um Ablenkungen von außen abzuschütteln, das Management zu verbessern und Fortschritte bei unseren strategischen Zielen zu erreichen“, sagte Huaweis amtierender Vorsitzender, Guo Ping, am Freitag. Der chinesische Konzern ist in mehr als 170 Ländern und Regionen aktiv und macht etwa die Hälfte seines Geschäfts außerhalb Chinas.

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