https://www.faz.net/-gqe-9nonk

China und Amerika : Kalter Krieg der Technologie-Mächte

Ein Kind schaut im Militärmuseum in Peking ein Video über den digitalen Informationsfluss. Bild: AP

Der Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt eskaliert auf einer ganz neuen Ebene. Ein Ende ist nicht in Sicht.

          3 Min.

          Wandel ohne Handel? Die amerikanische Regierung geht gegen den kommerziell überaus erfolgreichen chinesischen Tech-Konzern Huawei vor. Klar ist schon jetzt: Der Streit der beiden größten Volkswirtschaften der Welt eskaliert auf einer neuen Ebene – obgleich es ohnehin nie „nur“ um Zölle, Handelsungleichgewichte oder die Frage ging, ob amerikanische Banken in Fernost mehr Geschäfte machen dürfen. Dafür ist die chinesische Ökonomie mittlerweile zu groß, der politische Einfluss der Volksrepublik zu weitreichend auch über die eigene Landesgrenze hinaus. Deutschland und Europa befinden sich quasi „zwischen den Fronten“, Unternehmenschefs hierzulande, die in Amerika und China gutes Geld verdienen, müssen hoffen, sich niemals nachhaltig für eine der beiden Seiten entscheiden zu müssen und gegen die andere.

          In einer Zeit, in der (noch) erfolgreiche Mittelständler ebenso wie Weltkonzerne daran arbeiten, Produkte und Prozesse durch die intelligente Verarbeitung enormer Datenmengen zu verbessern, geraten naturgemäß genau jene Anbieter in den Fokus, die auf diesem Feld führend sind. Um zu ermöglichen, dass veritable Internetunternehmen wie Alibaba, Baidu und Tencent entstehen, hat die chinesische Führung vor Jahren schon gezielt die führende amerikanische Suchmaschine (Google) und das wichtigste soziale Netzwerk der Welt (Facebook) ausgesperrt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Entwicklung Arbeitsmarkt : Es steht Spitz auf Knopf

          Wann kippt der Arbeitsmarkt? Vom Autozulieferer Brose bis zur Deutschen Bank, trotz aller Meldungen über Werksschließungen und Entlassungen werden immer noch mehr neue Stellen geschaffen als alte gestrichen.
          Ja, wohin fährt er denn: Der neue Bahnhof in Naivasha wird eröffnet.

          Bahnprojekt Kenia : Geht ein Zug nach Nirgendwo

          Eine Zugverbindung der kenianischen Hafenstadt Mombasa bis in Ugandas Hauptstadt Kampala: Das war der Plan von Kenias Regierungschef Kenyatta. Doch das Projekt droht spektakulär zu scheitern. Profitieren könnte China.