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Cyber-Kommentar : Hackingopfer Hotelgast

  • -Aktualisiert am

Viele Details sind unklar, aber das Management von Marriott ist in Erklärungsnot: Offenbar hat es die Sicherheitslücke selbst ins Haus geholt.

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          Hotelgäste werden oft gebeten, beim Einchecken eine ganze Reihe persönlicher Informationen zu hinterlassen. Vielen ist nicht wohl dabei. Ein spektakulärer Hacker-Angriff auf den Hotelkonzern Marriott dürfte das mulmige Gefühl nun verstärken.

          Bis zu 500 Millionen Gäste von Ketten wie Sheraton oder Westin, die seit dem Kauf des Wettbewerbers Starwood vor zwei Jahren zu Marriott gehören, sind Opfer eines Datendiebstahls geworden. Die Angreifer haben teils hochsensible Daten erbeutet, darunter Nummern von Reisepässen oder Ankunfts- und Abreisezeiten.

          Viele Details sind unklar, aber das Management von Marriott ist in Erklärungsnot. Offenbar hat sich der Konzern die Sicherheitslücke im Zuge der Starwood-Akquisition ins Haus geholt.

          Der bis vor wenigen Monaten andauernde Angriff weckt Zweifel, ob Sicherheit bei der Integration der beiden Unternehmen die notwendige Priorität hatte. Wäre es nicht möglich gewesen, die Datenbanken der Unternehmen früher zusammenzuführen, um nicht doppelt verwundbar zu sein? Marriott bietet betroffenen Kunden nun Hilfe an. Aber die Frage ist, ob der Konzern in der Vergangenheit genug getan hat, um den Schaden zu begrenzen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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