https://www.faz.net/-gqe-9i6zv

Produktion verzögert : Hacker greifen führende amerikanische Zeitungen an

  • Aktualisiert am

Das Redaktionsgebäude der New York Times in Manhattan, New York. Bild: AFP

Bei vielen Lesern blieb am Samstag die Tageszeitung zunächst aus. Der Grund: Mehrere große Zeitungen der Vereinigten Staaten wurden Opfer einer Cyberattacke aus dem Ausland. Das FBI ermittelt.

          In den Vereinigten Staaten haben Hacker mehrere Tageszeitungen landesweit angegriffen. Es kam zu Verzögerung in Druck, Produktion und Auslieferung der Samstagsausgaben der Zeitungen. Betroffen sind unter anderem die „New York Times“, die „Los Angeles Times“, die „Chicago Tribune“ und die „Baltimore Sun“. Das Virus ist in der Nacht von Freitag auf Samstag entdeckt worden und beeinträchtigte die Redaktionssysteme der einzelnen Zeitungen, die miteinander verbunden sind. Zunächst war der Angriff als Serverausfall gewertet worden.

          Wie die „Los Angeles Times“ online berichtet gehen Experten davon aus, dass es sich um einen Hackerangriff aus dem Ausland handeln soll. Es sei aber noch zu früh, um genauere Aussagen bezüglich des Ursprungs des Angriffs zu machen, heißt es aus internen Kreisen der Zeitung an der Westküste der Vereinigten Staaten.

          „Wir glauben, dass die Hacker mit ihrem Angriff vor allem unsere Infrastruktur lahmlegen wollten und nicht etwa vorhatten, sensible Informationen zu stehlen“, sagt eine anonyme Quelle der „Los Angeles Times“. Kundendaten, wie etwa Kreditkarteninformationen, sollen nach jetzigem Wissensstand nicht gestohlen worden sein. Sowohl der amerikanische Heimatschutz als auch das FBI sind an den Ermittlungen beteiligt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wirft hin: Patrick Shanahan wird nicht amerikanischer Verteidigungsminister.

          Rückzug von Shanahan : Keine Ruhe im Pentagon

          Mitten in der Iran-Krise verliert Donald Trump seinen amtierenden Verteidigungsminister. Der Wunschkandidat des Präsidenten hat sich zurückgezogen – wegen eines „traumatischen Kapitels“ in seinem Familienleben.
          Der 22 Jahre alte Ali B. dementiert weiterhin die Vergewaltigung von Susanna F.

          Psychiaterin über Ali B. : Egozentrisch, manipulativ, empathielos

          Im Prozess um die getötete Schülerin Susanna F. aus Mainz berichtet wenige Wochen vor dem Urteilstermin die psychiatrische Gutachterin. Den angeklagten Ali B. beschreibt sie als faulen und frauenverachtenden Mann, der in seinem Leben immer nur an sich selbst gedacht habe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.