https://www.faz.net/-gqe-9icc1

Aus Europa auf die Bermudas : Google schleuste 20 Milliarden Euro durch Steuerschlupfloch

  • Aktualisiert am

Ein Dorf auf den Bermudas Bild: Picture-Alliance

Der Internetriese Google hat im Jahr 2017 einen zweistelligen Milliardenbetrag auf die Bermudas transferiert. Der Konzern sparte dadurch Unmengen an Steuern – ganz legal.

          Der amerikanische Großkonzern Google hat über legale Schlupflöcher im Jahr 2017 fast 20 Milliarden Euro auf die Bermudas geschleust und dadurch mehrere Milliarden an Steuern gespart. Die Gelder wurden aus den Niederlanden auf das britische Überseegebiet geschleust, wo wiederum eine irische Google-Holding ihren Sitz hat, wie die Finanzzeitung „FD“ am Freitag unter Berufung auf Daten der niederländischen Handelskammer berichtete.

          Auf den Bermudas fällt keine Einkommensteuer an. Das Vorgehen ist legal. Im Jahr 2016 betrug die auf diese Weise von Google transferierte Summe rund vier Milliarden Euro weniger. Google erklärte dazu, das Unternehmen halte sich in allen Ländern, in denen es tätig sei, an die dortigen Regeln und zahle alle Steuern, die erforderlich seien. Den Großteil seiner Abgaben leiste Google „wie andere multinationale Konzerne“ in seinem Heimatmarkt.

          Google sowie auch Konzernen wie Apple, Facebook und Amazon wird immer wieder vorgeworfen, durch derlei legale Tricks Steuern zu umgehen und auf diese Weise den Fiskus um erhebliche Einnahmen zu bringen.

          Weitere Themen

          Alles auf Wiederaufbau Video-Seite öffnen

          Ölkonzern in Saudi-Arabien : Alles auf Wiederaufbau

          Der Ölkonzern Saudi Aramco will die Produktion in Churais nach den Drohnenangriffen bis Monatsende wieder voll aufnehmen. Rund um die Uhr arbeiten Mitarbeiter am Wiederaufbau.

          Topmeldungen

          Klimastreik in Berlin : Rackete for Future

          Beim großen Klimastreik in Berlin überlassen die Aktivisten von „Fridays for Future“ anderen die Bühne. Es sollte der Auftakt sein für ein breites gesellschaftliches Bündnis. Doch noch prallen Welten aufeinander.
          Ihnen reicht der Kompromiss nicht: Wie in Berlin demonstrierten Hunderttausende

          Kompromiss und Proteste : Was in der langen Nacht geschah

          Erst war das Klimaschutzgesetz fast am Ende, dann kam der Protest – und dann stritt das Kabinett eine Nacht lang. Jetzt sonnt sich die Politik im Glanz der Einigung. Währenddessen dröhnt der Protest Hunderttausender.
          Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, Adam Schiff von der Demokratischen Partei, am Donnerstag im Kongress

          Whistleblower belastet Trump : Die Spur führt nach Kiew

          Ein Mitarbeiter des Geheimdienstes macht Donald Trump schwere Vorwürfe. Dessen Regierung versuchte, die Informationen des Whistleblowers zu unterdrücken.
          Bittet zum Rapport: Gauland bei einem Wahlkampftermin in Thüringen

          Streit in der AfD : Zum Vorsprechen bei Gauland

          Die AfD-Führung zitierte am Freitag einige Unruhestifter zum Rapport – einer kam gar nicht erst, sondern schimpfte auf Facebook. Andere verkündeten den Frieden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.