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Markt für Übertragungsrechte : Teurer TV-Fußball

Die App Dazn auf einem Smartphone Bild: dpa

Ein finanziell potenter neuer Mitbewerber wirbelt den Markt für Fußball-Übertragungsrechte auf. Das dürfte die Vereine freuen – die Fans wohl weniger.

          In den Markt für Übertragungsrechte an Fußballspielen und Sportveranstaltungen ist Bewegung gekommen, seit der britische Streamingdienst Dazn im großen Stil investiert. Vor allem hat sich der Preisdruck auf die Medienbranche erhöht, wovon der Konsument profitiert hat. Für zehn Euro im Monat und ohne langfristige Bindung konnte attraktiver Livesport wie die Champions League im Fußball jetzt gesehen werden.

          Nach dem überraschenden Ausstieg von Eurosport aus der Bundesliga und der Übernahme des Rechtepakets von Dazn könnte diese gute Entwicklung schon wieder erlahmen. Die aufstrebende Internetplattform, die nun über ein immer umfangreicheres Sportangebot verfügt, hat schon angekündigt, den Abonnementpreis um 20 Prozent zu erhöhen. Nur, wer sich für ein Jahr als Kunde verpflichtet, bleibt davon verschont.

          Wenn im nächsten Jahr die Deutsche Fußball Liga die Medienrechte für die Bundesliga wieder auktioniert, könnten zwar die Vereine von der Investitionsbereitschaft des neuen und finanziell offenbar potenten Mitbewerbers auf dem Markt profitieren. Ob der Fußballfan sich freuen darf, wenn mangels größerer Konkurrenz die Preise hoch gehen, ohne dass sich die Qualität des Produkts verbessert, wird sich zeigen.

          Hier kommt auch das Bundeskartellamt ins Spiel, das im Sinne eines gesunden Wettbewerbs und des Endkunden die richtigen Vorgaben zur Rechtevergabe machen muss.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

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