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Bundesfamilienministerin : „Mit Hakenkreuzen spielt man nicht“

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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist gegen die Verwendung von Hakenkreuzen in Computerspielen. Bild: dpa

Verfassungswidrige Symbole dürfen seit kurzem in Videospielen gezeigt werden. Franziska Giffey kritisiert dies nun scharf. Auch aus der Union kommt Kritik.

          Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat die Veröffentlichung des ersten Computerspiels mit verfassungswidrigen Symbolen wie Hakenkreuz und Hitlergruß in Deutschland kritisiert. „Mit Hakenkreuzen spielt man nicht“, sagte Giffey den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Gerade in Deutschland müssen wir uns auch heute unserer besonderen historischen Verantwortung immer bewusst sein“.

          Am Mittwoch wurde auf der Computerspielmesse Gamescom in Köln das Computerspiel „Through the Darkest of Times“ in einer neuen Version vorgestellt. Uniformierte SS-Männer tragen darin etwa Armbinden mit Hakenkreuzen. Erstmals nach 20 Jahren hat damit ein Computerspiel, das verfassungswidrige Symbole zeige, von der Prüfstelle Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eine Altersfreigabe bekommen. 1998 hatte das Oberlandesgericht Frankfurt verfassungswidrige Kennzeichen in Videospielen verboten. 

          Die USK hatte in der vergangenen Woche eine Änderung ihrer Praxis bei der Altersfreigabe von Spielen bekannt gegeben, in denen Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet werden. Demnach kann die USK bei einer Prüfung künftig die sogenannte „Sozialadäquanzklausel“ aus dem Strafgesetzbuch mit einbeziehen.

          Das bedeutet: Grundsätzlich stellt Artikel 86a des Strafgesetzbuchs zwar die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen unter Strafe. Es gibt aber Ausnahmen, beispielsweise wenn die Verwendung „der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte“ dient. Diese wurde bereits bei Filmen angewandt, nicht aber bei Computer- und Videospielen.

          Auch die rechtspolitische Sprecherin der CDU-Bundestagsfraktion hält die Entscheidung der USK für falsch: „Ich halte das Genre Computerspiel nicht für geeignet, sich angemessen mit dem historischen Unrecht des Nationalsozialismus und dem Leid der Opfer auseinanderzusetzen“, sagte Elisabeth Winkelmeier-Becker den Funke-Zeitungen.

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