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Kommentar : Flixbus super – und Flixtrain?

  • -Aktualisiert am

Aus dem kleinen Start-up Flixbus ist ein Transportimperium mit 300.000 Verbindungen täglich geworden. Auf der Schiene aber muss es sich erst noch beweisen.

          Der Bus- und Bahnanbieter Flixmobility mit seinen Marken Flixbus und Flixtrain scheint kaum aufzuhalten zu sein. Seit dem Start der Fernbusse 2013 und mit dem Beginn des Fernzugverkehrs im Frühjahr 2018 produziert das Unternehmen durch die Bank Nachrichten, die großartig klingen. Stets ist von grandiosen Wachstumsraten die Rede, und die Erwartungen werden erhöht – wie jetzt um 50 Prozent für das Zuggeschäft.

          Aus dem kleinen Start-up hat sich inzwischen ein Transportimperium entwickelt, das den Markt beherrscht: mit 300.000 Verbindungen täglich zu mehr als 2000 Zielen in 29 Ländern. 40 Millionen Kunden zählten Flixbus und Flixtrain im vergangenen Jahr; 2018 sollen es natürlich wieder deutlich mehr sein. Doch auch das Unternehmen, das sich rühmt, die europäische Mobilitätslandschaft nachhaltig verändert zu haben, plagen Sorgen.

          Flixmobility will auf der Schiene stark expandieren. Zu den bestehenden zwei Verbindungen sollten im kommenden Jahr noch weitere kommen. Sie wurden bei DB Netz beantragt – doch mit dem Ergebnis ist der Herausforderer höchst unzufrieden: Er sieht sich benachteiligt. Von den angebotenen Trassen seien wohl drei von vier nicht wirtschaftlich zu betreiben. Selbst gegen Großkonzerne könne man sich durchsetzen, heißt es trotzig in München. Den Beweis muss das Unternehmen noch erbringen.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

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