https://www.faz.net/-gqe-9fsrk

Kampf gegen Wählermanipulation : Facebook veröffentlicht Datenbank zu politischen Werbeanzeigen

  • Aktualisiert am

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Bild: dpa

Facebook kann Wahlen entscheiden. Um für Transparenz zu sorgen, hat das Soziale Netzwerk jetzt eine neue Datenbank für politische Anzeigen veröffentlicht. Am meisten Geld hat bisher ein Politiker in Texas ausgegeben.

          Facebook ist am Dienstag mit einer Datenbank für politische Werbeanzeigen online gegangen. Die Datenbank ist durchsuchbar, vorerst allerdings auf Werbeanzeigen aus Amerika, Großbritannien und Brasilien beschränkt. In der Datenbank kann nachvollzogen werden, wer in den drei Ländern für wieviel Geld Werbeanzeigen veröffentlicht hat.

          Mit der Datenbank reagiert Facebook auf Vorwürfe der Wählermanipulation in dem Sozialen Netzwerk, unter anderem bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2016. Facebook hatte erst kürzlich in seinem Hauptquartier eine Art Einsatzzentrale eingerichtet, um gegen Falschinformationen und Manipulationen in dem Netzwerk vorzugehen.

          Auf der Seite lässt sich nun nachvollziehen, wie viele Menschen bestimmte Anzeigen gesehen haben. Außerdem wird aufgeschlüsselt, in welchem Bundesstaat die Menschen wohnen und ob sie männlich oder weiblich und in welcher Altersgruppe sie sind.

          Laut der Datenbank wurden seit vergangenem Mai etwa 256 Millionen Dollar (etwa 223 Millionen Euro) für fast 1,7 Millionen politische Werbeanzeigen ausgegeben. An der Spitze der Ausgaben stand mit 5,4 Millionen Dollar die Organisation Beto for Texas, die im Rennen um einen Senatssitz für Texas den Demokraten Beto O’Rourke gegen den Republikaner Ted Cruz unterstützt.

          An zweiter Stelle folgt das Trump Make America Great Again Komitee mit Facebook-Werbeausgaben in Höhe von 3,1 Millionen Dollar. Der Bericht soll wöchentlich aktualisiert werden.

          Weitere Themen

          SPD orientiert sich an der Schweiz

          FAZ Plus Artikel: Vermögenssteuer : SPD orientiert sich an der Schweiz

          Bei ihren Plänen, eine Vermögenssteuer für reiche Privatpersonen und Unternehmen einzuführen, orientiert sich die SPD am „Schweizer Modell“. Die Eigenheiten des Steuersystems des Nachbarlandes lässt sie dabei aber außer Acht.

          Axel Voss auf der Gamescom Video-Seite öffnen

          „Dont kill the Messenger“ : Axel Voss auf der Gamescom

          Wir haben einen Rundgang über das Kölner Messegelände mit Axel Voss, dem wohl polarisierendsten Besucher der diesjährigen Gamescom unternommen und uns mit ihm über die Debatte um Artikel 13, seine Bekanntheit bei jüngeren Gamern und Minecraft unterhalten.

          Topmeldungen

          Es ist das erste Mal, dass Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel ausrichtet.

          G-7-Gipfel : Wer reden will, soll ruhig reden

          In Biarritz inszeniert Emmanuel Macron einen G-7-Gipfel voller Überraschungen. Er überrumpelt Trump und lässt den iranischen Außenminister einfliegen. Ganz offensichtlich hat der französische Präsident aus seinem Anfängerfehler gelernt.
          Die Union hat in Dresden die Kohle im Blick

          Union und Kohleausstieg : „Es gilt das, was vereinbart ist: 2038“

          Die Verunsicherung unter den Bergleuten war groß, als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder jüngst einen Ausstieg aus der Kohle 2030 ins Spiel brachte. Annegret Kramp-Karrenbauer verspricht nun, am Kohle-Ausstiegstermin 2038 nicht mehr zu rütteln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.