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Folgen des Datenskandals : Facebook sperrt 200 Apps

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Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica hat Facebook versprochen, alle Anwendungen zu untersuchen. Bild: AP

Nicht nur Cambridge Analytica hatte früher Zugang zu großen Mengen an Nutzerdaten, auch viele andere Apps. Jetzt zieht Facebook erste Konsequenzen.

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          Im Rahmen der Ermittlungen im Datenskandal hat Facebook Hunderte von Apps auf seiner Plattform vorübergehend stillgelegt. Von mehreren Tausend Anwendungen, die schon untersucht wurden, seien nun 200 vom Ausschluss bedroht, kündigte der für Produktpartnerschaften verantwortliche Manager Ime Archibong am Montag in einem Blogeintrag an.

          Ob die Apps letztlich von der Plattform verbannt würden, hänge von den Ergebnissen einer nun eingeleiteten umfangreicheren Untersuchung durch interne und externe Fachleute ab. Wenn Facebook Beweise finde, dass die Apps Daten missbraucht hätten, würden sie endgültig gesperrt. Auch würden dann die entsprechenden Nutzer benachrichtigt, wie im Fall Cambridge Analytica.

          Facebook gab nicht bekannt, um welche Apps es sich handelt. „Es wird noch viel Arbeit, alle Apps zu finden, die Nutzerdaten missbraucht haben könnten - und es wird dauern“, schrieb Archibong. „Wir ermitteln groß, um sicherzustellen, dass die Untersuchung so gründlich und schnell wie möglich passiert.“ Die Öffentlichkeit werde dann über weitere Erkenntnisse informiert.

          Nach Bekanntwerden des Datenskandals hatte Firmenchef Mark Zuckerberg im März angekündigt, alle Anwendungen zu überprüfen, die vor 2014 Zugang zu großen Mengen von Nutzerinformationen hatten. In dem Jahr änderte das weltgrößte Online-Netzwerk seine Regeln. Die Analysefirma Cambridge Analytica hatte die gesammelten Daten von mehr als 87 Millionen Facebook-Nutzern eingesetzt, um den Wahlkampf des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu unterstützen. Seither hat sich Facebook auf die Fahnen geschrieben, transparenter im Umgang mit Drittanbietern zu sein.

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